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TUI: Buchungsverhalten durch Ukraine-Krieg unverändert


TUI-Zentrale in Hannover
Der Veranstalter sieht nach eigenen Angaben zurzeit keine grundsätzliche Veränderung im Buchungsverhalten. Im Gegensatz dazu hat es Veränderungen in der Aktien-Struktur gegeben: Der russische Großaktionär Alexej Mordaschow hat kurz vor Inkraftreten der EU-Sanktionen seine TUI-Anteile neu geregelt.

„In dieser Zeit an so etwas Unbeschwertes wie Urlaub zu denken, fällt ohne Zweifel schwer", sagte TUI Deutschland-Chef Stefan Baumert. „Die Bilder, die uns jeden Tag aufs Neue erreichen, sind schwer zu ertragen, sie berühren und machen unendlich traurig. Wir verurteilen diesen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg, ausgelöst von der russischen Regierung, aufs Schärfste."

Ein Sommer wie 2019

Baumert zufolge deutet aktuell „vieles darauf hin, dass wir in diesem Jahr ein Sommergeschäft sehen werden, das an das Vor-Pandemie-Niveau herankommt oder es sogar erreichen wird". Die Buchungskurve zeige derzeit deutlich nach oben. „Wir sehen einen sehr hohen Nachholbedarf." Gefragt seien aktuell vor allem die Klassiker rund ums Mittelmeer. Sie verzeichneten Zuwächse sogar über dem Niveau vor der Corona-Krise 2019, berichtete Baumert einen Tag vor Beginn der Reisemesse ITB, die auch in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie online stattfindet. Top-Favoriten seien Ziele wie Mallorca, die türkische Riviera und die griechischen Inseln.

Großaktionär ordnet Beteiligungen neu

Der russische TUI-Großaktionär Alexej Mordaschow hat seine Anteile an dem Reisekonzern noch kurz vor Verhängung der EU-Sanktionen neu geordnet. Von seiner bisher 34%-Beteiligung, die er über die Firma Unifirm in Zypern gehalten hatte, übertrug er einen Anteil von 4,1% zu seiner russischen Holding Severgroup, wie TUI Ende letzter Woche mitteilte. Seine Anteile an Unifirm, die er über zwei Tochtergesellschaften gehalten hatte, verkaufte er an eine Firma namens Ondero Limited auf den britischen Jungferninseln.

Den Angaben zufolge hält Ondero Limited über Unifirm jetzt einen Anteil von 29,9% an dem Reisekonzern und ist damit der größte Aktionär der TUI. „Wir wissen nicht, wer die Gesellschafter von Ondero sind", so ein Unternehmenssprecher. Damit ist offen, ob auch Mordaschow dazugehört. Mit der Übertragung von weniger als 30% der Aktien vermied Mordaschow, dass Ondero ein Übernahmeangebot für den deutschen Reisekonzern abgeben muss. Die EU hatte am Abend des 28. Februar Sanktionen gegen mehrere russische Oligarchen in Kraft gesetzt, darunter auch Mordaschow. Seitdem wurden ihre Vermögenswerte in der EU eingefroren und ihre Reisefreiheit eingeschränkt. (APA/red)


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