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Schellhorn: Stirbt jetzt der Tourismus, stirbt dann der Tischler


Foto: Maridav / shutterstock.com
NEOS-Wirtschaftssprecher Schellhorn fordert einen klaren Stufenplan von der Regierung, Änderungen bei BASEL III sowie einen „Tourismus der Regionen“. 

Da der Herbst die Investitionszeit für die Hotellerie sei – sie wende ganzjährig rd. 860 Mio. EUR auf - brauche es dringend Klarheit über das Wiederhochfahren des Tourismus. "Es ist Schluss mit lustig mit den Ankündigungen, wir brauchen einen klaren Stufenplan", so Schellhorn. Dieser Plan müsse über den Sommer hinausreichen.

"Stirbt jetzt der Tourismus, stirbt dann der Tischler", warnt Schellhorn, der selbst Hotelier in Salzburg ist.

So sei der Salzburger Stadttourismus durch die Absagen der dortigen Festspiele massiv getroffen, er selbst verliere dadurch rund 30 Prozent seines Umsatzes. Womit Schellhorn die nächste Baustelle in der Regierungsarbeit ortet. "Die Kurzarbeit ist eine Kurzarbeitsfalle", sagte er am Donnerstag vor Journalisten mit Verweis auf Unsicherheiten, wie es nach der schrittweisen Öffnung der Gastronomie Mitte Mai weitergeht.

Tourismus der Regionen

Schellhorn setzt auf einen "Tourismus der Regionen" mit jenen Ländern, die vergleichbare Infektionszahlen wie Österreich haben. Gehe das nicht, brauche der Tourismus eine "Sonderlösung". Damit die kapitalintensive Branche auch weiterhin die Erfolgszahlen bringen könne, mit denen sich Tourismusminister und -ministerinnen gerne schmücken würden, seien Änderungen bei "Basel III", also den (strengen) Vergaberichtlinien für Bankkredite, notwendig. "Die Banken müssen mit ins Boot kommen", appelliert Schellhorn. Konkret schwebt ihm hier eine "Freeze-Lösung für 365 Tage" vor. "Eine Stilllegung der Zahlungen, die Banken und der Bund müssen sich so lange zurückhalten", beschreibt es Schellhorn. Für den Gastrobereich solle es statt Gesichtsmasken besser Gesichtsvisiere geben, denn das Gästeservice lebe auch von der wahrnehmbaren Mimik. (APA/red.)


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Herausgeberin / Chefredakteurin

Elo Resch-Pilcik, Mitgründerin des Profi Reisen Verlags im Jahr 1992, kann sich selbst nach 24 Jahren Touristik - noch? - nicht auf eine einzelne Lieblingsdestination festlegen.





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