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TUI Österreich: Hoffen auf 50.000 zusätzliche Gäste


Gottfried Math
Seit knapp einem Monat ist Gottfried Math alleiniger Geschäftsführer bei der TUI Österreich. Der ehemalige CFO spricht mit tip in seinem ersten Interview in der neuen Position u.a. über seine neuen Aufgaben, den intensiven Start und über Verschiebungen im Markt.

tip: Sie sind seit einem Monat alleiniger Geschäftsführer bei TUI Österreich. Was hat sich verändert?
Gottfried Math: Natürlich kann man die Frage stellen. Kann die Arbeit, die zuvor zwei Geschäftsführer gemacht haben, einer alleine schaffen? Meine klare Antwort: Ja, das geht. Aus einem Grund. Ich habe ein starkes Management-Team hinter mir, auf das ich mich fachlich und persönlich verlassen kann. Nur vor diesem Hintergrund habe ich die Entscheidung so getroffen. Den Flug leitet David Szabo, den Vertrieb Ines Wasner, Marketing und Online Martina Bednarik, die Kommunikation Kathrin Limpel und den Service-Bereich, der besonders bei b2b wichtig ist, Petra Reiter. In den Bereichen Finanz und HR (Anm.: Personal) kann ich mit Markus Ebner und Daniela Albrecht auf zwei sehr erfahrene Kollegen zurückgreifen, die mich schon bisher stark unterstützt haben. Da ich mich zu 100% auf beide Experten verlassen kann, kann ich mich aktuell mehr um das operative Geschäft kümmern.

Sie kommen aus dem Bereich Controlling und Finanzen – eine gute Basis für die neue Aufgabe?
Gottfried Math: Wir sind eine Vertriebsorganisation, das passt also gut. Am Ende des Tages zählen die Zahlen, die kenne ich und damit alle Projekte und Themen. Wir sind wie gesagt sehr gut aufgestellt und mit unserem Management-Team liegt nicht die ganze Last auf mir. Ich bin seit 20 Jahren im Unternehmen, weiß wie der Konzern tickt und was gut ist für den österreichischen Markt.

Ein leichter Start also?
Gottfried Math: Der Einstieg war ganz schön intensiv. In Rumänien haben wir einen großen Franchise-Nehmer mit 80 Reisebüros an Dertour verloren. Das ist fast so kompliziert wie bei einer Scheidung. Und dann kam auch noch Thomas Cook.

Was bedeutet die Insolvenz von Thomas Cook für die TUI in Österreich und für den Markt allgemein?
Gottfried Math: Das war das zweite Thema zum Einstieg, das größte. Natürlich ist es auch eine Chance, wenn ein großer Wettbewerber aus dem Markt geht, dass man seinen Marktanteil erweitern kann. In Deutschland geht man bei der TUI davon aus, dass rund 500.000 Gäste von Thomas Cook zur TUI wechseln könnten. Nimmt man für Österreich die Formel 1:10, die meistens zutrifft, hoffen wir auf 50.000 zusätzliche Gäste. Das ist auch für den Vertrieb eine Chance, wenn es ihm gelingt, Kunden, die bisher Thomas Cook gebucht haben, in Richtung TUI zu lenken. Auch wenn die Insolvenz für die Kunden, die Mitarbeiter und alle Partner wirklich bitter ist.

Wo werden die Schwerpunkte im nächsten Sommer liegen?
Gottfried Math: Im Sommer werden wir uns weiter auf Griechenland fokussieren, ebenso wie auf die Türkei, Spanien und Ägypten. Mit unserer neuen Hotel-Marke TUI Blue, die mit nächstem Sommer 100 Hotels umfasst, wollen wir entsprechend Druck aufbauen. Auch im Sommer 2020 werden wir die Fernstrecke „pushen“; die ist ja im laufenden Winter auch schon sehr stark, besonders die Malediven und Mauritius dank der Nonstopflüge von Austrian Airlines. Weitere Details zum Sommerprogramm geben wir am 11. November in einem Fachpressegespräch bekannt.

Das gesamte Interview mit Gottfried Math lesen Sie in der kommenden tip-Ausgabe. (red) 


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Autor/in:

Herausgeberin / Chefredakteurin

Elo Resch-Pilcik, Mitgründerin des Profi Reisen Verlags im Jahr 1992, kann sich selbst nach 24 Jahren Touristik - noch? - nicht auf eine einzelne Lieblingsdestination festlegen.





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