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TUI hält an Gewinnprognose fest

Obwohl der weltgrößte Reisekonzern TUI im dritten Geschäftsquartal einen Umsatzrückgang hinnehmen musste, sieht Vorstandschef Fritz Joussen keinen Grund, vom Gewinnziel abzuweichen.

Das dritte Quartal bis Ende Juni zog zwar einen Umsatzrückgang um fast 6% auf 4,6 Mrd. EUR nach sich, unter dem Strich verdreifachte sich der Gewinn jedoch auf knapp 87 Mio. EUR. Auch das operative Ergebnis fiel besser aus. Abstriche macht Vorstandschef Joussen nur an seinen Umsatzerwartungen, so sollen die Erlöse im laufenden Geschäftsjahr bis Ende September statt um mindestens 3% jetzt nur noch um 2% höher liegen als im Vorjahr mit 19 Mrd. EUR. Der um Sonderposten bereinigte operative Gewinn (bereinigtes Ebita) soll von gut 1 Mrd. EUR im Vorjahr aber weiterhin um mindestens 10% zulegen.

Türkei floppt, Spanien toppt 

Das größte Problem der Branche bleiben die Krisen in der Türkei und Nordafrika. Joussen erwartet eine Mio. Türkei-Urlauber in diesem Jahr, was nur rund halb so viele Touristen wie noch 2015 bedeuten würde. Üblicherweise steht die Urlaubsdestination für 14% aller Buchungen. Für das kommende Jahr will er den Konzern in Sachen Türkei flexibel aufstellen - um mit Flugzeugen und Hotelangeboten kurzfristig auf andere Ferienziele umschwenken zu können. Es gebe aber auch Lichtblicke in dem Land, da sich etwa Last-Minute-Reisen gut verkauften. Zudem profitiert das Unternehmen von einem Ausweicheffekt: Ehemalige Türkei-Urlauber zieht es in diesem Sommer in Scharen nach Spanien. Die Preise dort sind hoch.

„Last-Minute-Angebote gibt es in Spanien praktisch nicht", so Joussen.

Auch Griechenland sei wieder stärker gefragt. Einbußen gebe es bei Urlaubern aus Deutschland (-3% im Sommer im Vergleich zum Vorjahreszeitraum) und Skandinavien (-12%). In Großbritannien lagen die Buchungen hingegen mit 6% im Plus - und konzernweit ziemlich genau so hoch wie vor einem Jahr, Brexit-Auswirkungen konnte der Konzern noch nicht feststellen. Künftig könnte der Wertverfall der britischen Währung das Reiseverhalten der dortigen Kundschaft verändern.

„Wenn das Pfund schwach bleibt, werden die Preise hochgehen", erklärt Joussen.

(APA/red)


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Foto: Michaela Trpin

Autor/in:

Redakteurin / Senior Editor

Michaela Trpin hat Publizistik- und Kommunikationswissenschaft sowie Crossmediale Marketingkommunikation studiert und versteht es, ihre im Bachelor- und Masterstudium erlernten Kenntnisse mit der Praxis zu verknüpfen. Ihre Leidenschaft fürs Schreiben und Reisen hat sie, als Teil der Redaktion, zum Beruf gemacht. Im Verlag betreut sie die Themen Karibik, Lateinamerika und Luxusreisen.





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