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Türkei erwartet 4 Mio. russische Touristen weniger


Foto: Gustavo Frazao / shutterstock.com
Der russische Angriffskrieg in der Ukraine wirkt sich auch stark auf die touristischen Top-Destinationen der beiden Länder aus. So erwartet beispielsweise die Türkei einen massiven Einbruch.

Wie tip-online.at bereits berichtete, stellt der Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine auch die Tourismusbranche in vielen Ländern vor beträchtliche Herausforderungen. Besonders hart getroffen ist dabei die Türkei sodass nicht nur Veranstalter wie TUI rasch auf die neue Situation und den Ausfall der ukrainischen und russischen Urlauber reagieren müssen, sondern auch die betroffenen Länder.
Rückblick 2021: In der Türkei waren Russen im vergangenen Jahr erneut die größte Touristengruppe, gefolgt von Deutschen und Ukrainern.

Türkei: 4 Mio. Touristen weniger 

Von zu Jahresbeginn prognostizierten 7 Mio. russischen Touristen nur mehr 3 Mio. erwartet - Russen waren 2021 größten Touristengruppe in Türkei, gefolgt von Deutschen und UkrainernVon zu Jahresbeginn prognostizierten 7 Mio. russischen Touristen erwarte man nun nur 3 Mio,, sagte Mehmet Isler, stellvertretender Vorsitzender des türkischen Hotelierverbands (Türofed), am Donnerstag. 2021 zählte die Türkei 4,7 Mio. russische und 2 Mio. ukrainische Touristen.

Russen waren 2021 größten Touristengruppe

Die türkische Tourismus-Branche, in den vergangenen zwei Jahren durch die Corona-Pandemie ohnehin getroffen von ausgebliebenen Besuchern, hatte heuer auf Erholung gehofft. Die Türkei stecke außerdem in einer Wirtschaftskrise, die mit starken Preiserhöhungen einhergeht - was auch den Geldbeutel vieler Urlauber in dem Land schmälert.
Die meisten Touristen kamen 2021 aus Russland in die Türkei. Ukrainer machten nach deutschen Touristen die drittgrößte Gruppe aus.

Maßnahmen & Prognose für 2022

"Die Branche bemüht sich jetzt, mit Rabatten und anderen Anreizen, Besucher aus anderen Teilen der Welt anzulocken", sagte Ali Onaran, Vorsitzender des Reiseveranstalters Prontotour. Die bei Touristen beliebte Region Antalya, wo man in diesem Jahr 15 Mio. Besucher erwartet habe, werde wohl stark von ausbleibenden russischen und ukrainischen Touristen getroffen werden.

Der türkische Tourismus-Minister Nuri Ersoy hatte für dieses Jahr ein Einnahmenziel von gut 33 Mrd. EUR genannt - etwa so viel wie vor Beginn der Pandemie. Branchenvertreter aber schätzen, dass die Einnahmen 29 Mrd. EUR nicht übersteigen dürften. (APA / red)


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Foto: privat

Autor/in:

Julia Trillsam hat Publizistik- und Kommunikationswissenschaft an der Universität Wien studiert. Jetzt ist sie bereit, die Welt zu bereisen. Je sonniger die Destination, desto schneller sind ihre Koffer gepackt.





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