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Ruefa spürt Aufwind - realistisch, aber durchaus positiv


Helga Freund, Vorstandsdirektorin Verkehrsbüro Group
Realistisch, aber durchaus positiv gestimmt. So fasst Verkehrsbüro-Vorständin Helga Freund die aktuelle Lage nach dem zweiten Corona-Sommer zusammen. Neu ist, dass die Veranstaltermarken Ruefa und Eurotours gebündelt werden. 

„Die Reiselust ist definitiv retour“, zieht Helga Freund, Geschäftsführerin von Ruefa und Vorständin Verkehrsbüro, nach dem zweiten Corona-Sommer erste Bilanz. Derzeit liegt Eurotours für den kommenden Winter noch um 40% unter dem Jahr 2019, Ruefa um 40% bis 45%. Zahlen, die Freund zuversichtlich stimmen.

„Es sieht recht positiv aus. Ich gehe für 2022 von 60% bis 80% des Umsatzes von 2019 aus, es könnte durchaus 80% werden“, zeigt sich die Vorständin und Geschäftsführerin optimistisch.

Im vergangenen Sommer war Urlaub in Österreich wieder am meisten gefragt, wovon vor allem Eurotours / Hofer Reisen profitiert hat. Bei Ruefa war Griechenland die stärkste Destination, mit einem Umsatzanteil von 29,4%. Auf den Rängen folgen Spanien mit 8,9% und die Malediven mit 8,5%. Neben den Klassikern wie Rhodos, Kreta und Kos waren vor allem die kleineren Inseln wie Paros und Skyros gefragt, ebenso wie die Sommerakademie Zakynthos. Das Passagierplus bei Griechenland gegenüber dem Sommer 2020 lag heuer bei 46%, allerdings immer noch um 46% unter dem Rekordergebnis aus dem Jahr 2019.

In Österreich verbrachten 13% aller KundInnen ihren Urlaub und steuerten damit einen Umsatzanteil von rd. 6% bei. Auf Spanien entfielen 8,9% der Passagiere, auf Italien auch 9% und 6,6% Umsatzanteil. Die Top 5 komplettiert Deutschland mit 3,8% aller KundInnen, jedoch nur einem geringen Umsatzanteil von knapp unter 2%. Selbstfahrer-Destinationen wie Italien, Kroatien und Deutschland „wurden zunehmend im Reisebüro gebucht, da die Leute auf Nummer sicher gehen wollen“.

Bekannte Herausforderungen

Der Reisebranche leidlich bekannt sind die Herausforderungen der vergangenen Monate: sehr später Buchungsstart ab Ende Mai, weiterhin große Verunsicherung, extreme Kurzfristigkeit, enormer Beratungsaufwand. Die Entscheidungen für den Sommerurlaub seien sehr spontan gefallen, so Helga Freund. „Das hat uns im Juli, August und September erstmals wieder eine konstante Entwicklung zu 2019 ermöglicht, auch wenn wir noch etwa 40% unter dem Niveau von damals liegen“, so Freund weiter. 85% aller Buchungen waren mit Flextarif, mehr als 50% haben zudem ein Covid-Protection-Package dazugenommen. Auffallend ist außerdem, dass sich heuer der Sommer verlängert hat und jetzt noch kurzfristige Buchungen für die Badedestinationen am Mittelmeer eingehen.

Winterziele

Die Fernstrecke erholt sich ebenfalls langsam, wenngleich die Auswahl der Reiseziele im Winter 2021/22 vorerst beschränkt bleibt. Gut gebucht sind für die Weihnachtsferien die Malediven, Seychellen und Mauritius. Bei den Malediven kann es zur Hochsaison auch zu Engpässen kommen. In Afrika sind Tansania und Sansibar gefragt. Verstärktes Interesse ortet Ruefa auch für Cancun, nicht zuletzt dank des neuen AUA-Direktflugs, sowie in die Karibik, allen voran die Dominikanische Republik. Die Kanaren als Winterziel stoßen ebenfalls auf großes Interesse. In Thailand erfolgt die Öffnung nur in kleinen Schritten. Die USA öffnen sich bekanntlich ab November für vollständig geimpfte Besucher.

Neu im Sommer 2022: Lemnos

Der Schwerpunkt im nächsten Sommer wird bei Ruefa wieder auf Griechenland liegen. Neben den Klassikern werden wieder verstärkt kleinere Inseln angeboten, die das ursprüngliche Griechenland versprechen. Eigene Charterflüge sind wieder für Skyros und neu nach Lemnos eingeplant. Aktivurlaube mit Sportkomponente Body + Mind wird es nächsten Sommer auch in Thassos geben. Für Studienreisen und City-Weekends, teilweise auch nachhaltig mit Bahnanreise, rechnet Ruefa mit einer verstärkten Nachfrage wegen des Nachholeffekts. Künftig soll es auch eine eigene nachhaltige Produktlinie geben, die derzeit gerade ausgearbeitet wird.

Veranstaltermarken: Ruefa wird zu Eurotours

Wie bereits im Frühjahr berichtet https://www.tip-online.at/news/46652/verkehrsbuero-veranstalter-mit-fokus-auf-die-nische/ wurde die Veranstalter-Expertise von Eurotours und Ruefa gebündelt und bei Eurotours angesiedelt. Die bisherige b2b-Marke Jumbo Touristik wurde aus dem Markt genommen. In den Ruefa-Filialen werden die Eigenprodukte unter „Ruefa“ vertrieben, im b2b-Bereich unter der Veranstaltermarke „Eurotours“. Ruefa wird zudem als Spezialveranstalter für maßgeschneiderte Individualreisen beibehalten. Nach der Reduktion der Ruefa-Standorte von 100 auf nunmehr 75 wird künftig der Fokus verstärkt auf Online-Beratung liegen. Parallel dazu wird ruefa.at ausgebaut, um dort vorwiegend einfache Reisen einfach buchbar zu machen. (red.)


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Autor/in:

Herausgeberin / Chefredakteurin

Elo Resch-Pilcik, Mitgründerin des Profi Reisen Verlags im Jahr 1992, kann sich selbst nach 24 Jahren Touristik - noch? - nicht auf eine einzelne Lieblingsdestination festlegen.





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