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Neue Probleme für Boeing


Boeing 787- Dreamliner
Nachdem ein Softwareproblem zum Grounding der Maschinen des Typs Boeing 737-Max-8 Serie geführt hat beschäftigen nun Triebwerksprobleme den Flugzeughersteller.

Bei Boeings Langstreckenjet 787 "Dreamliner" sorgen jetzt die Triebwerke des britischen Herstellers Rolls-Royce für Probleme. Singapore Airlines lässt zwei Maschinen des Typs wegen vorzeitiger Abnutzung der Triebwerksschaufeln vorerst am Boden, wie sie am Dienstag mitteilte. Das Unternehmen hatte in Absprache mit Rolls-Royce die Maschinen der Reihe vorsichtshalber genauer untersucht. Die beiden jetzt außer Betrieb genommenen Jets in der Langversion 787-10 sollen nun komplett neue Antriebe erhalten.

Den Angaben zufolge hat Singapore Airlines die Überprüfung all ihrer Jets vom Typ 787-10 inzwischen abgeschlossen. Bis Mittwoch sollen die Untersuchungen auch bei der kürzeren Version 787-9 beendet sein.

Software-Update für 737 MAX-Reihe in den kommenden Wochen

Der Flugzeughersteller will die überarbeitete Software für die 737-MAX-Maschinen in den kommenden Wochen einrichten. Man wolle sicherstellen, "dass wir uns die Zeit nehmen, es richtig zu machen", teilte Boeing mit.

Damit bestätigte der Konzern eine Mitteilung der US-Luftfahrtbehörde FAA. Diese hatte am Montag mitgeteilt, Boeing benötige noch Zeit, um die nach den Abstürzen in die Kritik geratene Steuerungs-Software MCAS weiter zu überarbeiten. Ursprünglich hatte der Konzern damit gerechnet, ein Update bis zur vergangenen Woche für eine Genehmigung einreichen zu können.

Die FAA erwarte das endgültige Paket der überarbeiteten Software erst "in den kommenden Wochen". Diese werde danach einer rigorosen Sicherheitsüberprüfung unterzogen. Die FAA werde die Software vor dem Abschluss dieser Überprüfung nicht zur Installation freigeben, so die Luftfahrtbehörde.

Bei zwei Abstürzen von Boeing 737 MAX wird als Ursache das Kontrollsystem MCAS vermutet. Der Bordcomputer soll die Nase des Jets automatisch immer wieder nach unten gedrückt haben, während die Piloten vergeblich versuchten, gegenzusteuern. Mehr als 300 Flugzeuges des Typs bleiben daher weltweit derzeit am Boden. (APA / red)


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Foto: privat

Autor/in:

Julia Trillsam hat Publizistik- und Kommunikationswissenschaft an der Universität Wien studiert. Jetzt ist sie bereit, die Welt zu bereisen. Je sonniger die Destination, desto schneller sind ihre Koffer gepackt.





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