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Aus für Joint Venture von NIKI und TUIfly

Die Gespräche von Etihad Airways und TUI sind beendet – der geplante Ferienflieger von TUIfly und NIKI wird nicht an den Start gehen. Nicht nur für Air Berlin, auch für die Reiseveranstalter, die bereits ihre Winterprogramme aufgelegt haben, ist das eine schockierende Nachricht.

Laut einem der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Schreiben des TUI-Konzerns an seine Mitarbeiter, hat Air Berlins Großaktionär Etihad alle Gespräche mit TUI über die Gründung eines gemeinsamen Ferienfliegers abgebrochen. Zunächst sollte die Airline zum Sommerflugplan Ende März loslegen. Die TUIfly-Mutter TUI, Air Berlin und Etihad hatten ursprünglich im Oktober 2016 Pläne für die neue Gesellschaft durch eine Verschmelzung der TUIfly-Flugzeugflotte mit der österreichischen NIKI bekannt gegeben.

„Etihad strebt offenbar eine Perspektive für das Gesamtunternehmen Air Berlin/NIKI an und will NIKI nicht länger aus der Air Berlin herauslösen; das ist eine andere Grundlage als das, was Etihad und seine Gesellschafter im Dezember 2016 mit uns vereinbart haben", heißt es in dem internen Schreiben.

Die Beendigung der Gespräche mit Etihad hätten aber keine konkreten Auswirkungen auf den Flugbetrieb oder die Arbeitsplätze. Auch der bestehende Wetlease-Vertrag mit NIKI bleibe unverändert bestehen.

Chaos bei den Airlines

Bereits zuvor wurde aufgrund der Verzögerung des Ferienfliegers gemunkelt. Der langjährige Etihad-Chef James Hogan ist gegangen, ein Nachfolger für den Posten steht noch nicht fest - es gibt lediglich eine Übergangslösung. Air Berlin hatte Anfang Mai angekündigt, dass der Abschluss des Deals über die Gründung des neuen europäischen Urlaubsfliegers binnen der nächsten zwölf Monate zu erwarten sei. Seine von TUIfly mitsamt der Crew geleasten 14 Boeing 737 hatte sie bereits an die Tochter NIKI weitergereicht. NIKI sollte nach der Fusion mit TUIfly in eine österreichische Holding eingebracht werden. Das Vorhaben wurde allerdings nicht vollzogen. Die deutsche Airline hatte bereits vor dem geplatzten Joint-Venture mit schwerwiegenden Problemen im Flugbetrieb zu kämpfen. „Mangelhafte Planungen" hätten „immer wieder zu Engpässen bei den Crews, zu Verspätungen und Umleitungen" geführt. Hinzu gekommen seien Gepäckstaus in Berlin-Tegel, weil der neu engagierte Bodendienstleister Aeroground in den ersten Wochen seine Arbeit nicht geschafft habe. (apa/red)


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Foto: Michaela Trpin

Autor/in:

Redakteurin / Senior Editor

Michaela Trpin hat Publizistik- und Kommunikationswissenschaft sowie Crossmediale Marketingkommunikation studiert und versteht es, ihre im Bachelor- und Masterstudium erlernten Kenntnisse mit der Praxis zu verknüpfen. Ihre Leidenschaft fürs Schreiben und Reisen hat sie, als Teil der Redaktion, zum Beruf gemacht. Im Verlag betreut sie die Themen Karibik, Lateinamerika und Luxusreisen.





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