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Venedig erwägt deutliche Erhöhung der Zugangsgebühr
Die Stadt Venedig erwägt eine Anhebung der Zugangsgebühr für Tagestourist:innen auf bis zu 50 EUR. Der Vorschlag ist Teil des Programms des neuen Bürgermeisters Simone Venturini.
Der neue Bürgermeister Simone Venturini plant, die an Hauptreisetagen geltende Zugangsgebühr für Tagesgäste von derzeit 5 bis 10 EUR auf bis zu 50 EUR zu erhöhen. Die Maßnahme ist Teil seines Wahlprogramms und soll nach seinen Angaben sowohl zur Steuerung der Besucherströme als auch zur Finanzierung der durch den Tagestourismus entstehenden Kosten dienen.
Nach den Plänen der Stadtverwaltung sollen Besucher:innen bei frühzeitiger Reservierung künftig rund 30 EUR zahlen, kurzfristige Buchungen könnten bis zu 50 EUR kosten. Venturini will dazu in den kommenden Wochen Gespräche mit den zuständigen Ministerien in Rom führen, wie Medien am Freitag berichteten. Die derzeitige Regelung wurde gesetzlich 2019 geschaffen und 2024 erstmals umgesetzt. Die Einnahmen aus der Abgabe beliefen sich 2024 auf rund 2 Mio. EUR und stiegen 2025 auf etwa 5,5 Mio. EUR.
Scharfe Kritik an den Plänen
Unterstützung erhält der Vorstoß von Teilen der Wirtschaftsverbände, die sogar eine ganzjährige Einhebung der Abgabe fordern. Die Opposition lehnt die Pläne dagegen ab. Der Senator Andrea Martella von der Demokratischen Partei (PD) sprach sich für die Abschaffung der Gebühr aus und forderte stattdessen eine bessere Steuerung der Touristenströme.
Scharfe Kritik kommt auch vom früheren Bürgermeister Massimo Cacciari. Eine Eintrittsgebühr für eine Stadt sei „barbarisch“, „unzivilisiert“ und aus seiner Sicht verfassungswidrig, sagte er. „Niemand soll für den Zugang zu einer Stadt wie zu einem Museum bezahlen müssen“, kritisierte Cacciari. Auch der Verfassungsrechtler Ludovico Mazzarolli äußerte Zweifel. Während ein Betrag von 10 EUR noch als Zugangsabgabe vertretbar sein könne, werfe eine Gebühr von 50 EUR verfassungsrechtliche Fragen auf. (APA / red)
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Autor/in:
Julia Trillsam
Redakteurin
Julia Trillsam hat Publizistik- und Kommunikationswissenschaft an der Universität Wien studiert. Jetzt ist sie bereit, die Welt zu bereisen. Je sonniger die Destination, desto schneller sind ihre Koffer gepackt.
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