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Alitalia: EU und Italien im Gespräch über Neustart der Airline


Alitalia B777
Die Regierung Italiens will in der kommenden Woche Verhandlungen mit der EU-Kommission über die Neuaufstellung der seit Jahren strauchelnden staatlichen Fluggesellschaft Alitalia aufnehmen.

Ein erstes Video-Treffen der neuen Regierung in Rom mit EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager sei positiv und konstruktiv verlaufen, erklärten die beteiligten Ministerien am Freitag. 

Forderungen der EU

Es müsse einen klaren wirtschaftlichen Schnitt zwischen der bisherigen Alitalia und der künftigen Gesellschaft ITA (Italia Trasporto Aereo) geben.

Die EU-Kommission verlange daher Medienberichten zufolge unter anderem, dass der 75 Jahre alte Markenname Alitalia aufgegeben wird und die Airline Verkehrsrechte abgibt, was die Gewerkschaft des fliegenden Personals bereits kritisierte. Das Unternehmen würde außerdem zerschlagen, indem Bodendienste und Wartungsgeschäft verkauft werden.

Die EU verlange außerdem eine offene Ausschreibung des Verkaufs von Vermögensteilen statt eines internen Verkaufs von Alitalia an die neue staatliche Gesellschaft. Dagegen hatte das Management Bedenken, weil dies vier, fünf Monate und damit zu lange dauern würde für einen Neustart in diesem Sommer.

3 Verkaufsversuche gescheitert 

In den vergangenen elf Jahren scheiterten bereits drei Versuche die Fluggesellschaft zu restrukturieren. Den letzten Verkaufsversuch, bei dem die Lufthansa ein Wunschkandidat der Regierung in Rom war, vereitelte die für die Luftfahrt desaströse Coronakrise. Seit 2017 steht Alitalia unter staatlicher Verwaltung.

Der neue Alitalia-Chef Fabio Lazzerini soll neben der bestehenden Partnerschaft mit Air France-KLM auch Kooperationen mit Lufthansa und anderen Partnern anstreben. Sie wären vor allem an den Flugrechten am Flughafen Mailand-Linate interessiert. Lufthansa-Chef Carsten Spohr erteilte einer Beteiligung an Alitalia in dieser Woche eine Absage. "Klares Nein", sagte er auf eine entsprechende Frage. Die Lufthansa sei aber weiterhin an einer kommerziellen Partnerschaft interessiert, da Italien nach den USA ihr wichtigster Auslandsmarkt sei. (APA / red)


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Foto: privat

Autor/in:

Julia Trillsam hat Publizistik- und Kommunikationswissenschaft an der Universität Wien studiert. Jetzt ist sie bereit, die Welt zu bereisen. Je sonniger die Destination, desto schneller sind ihre Koffer gepackt.





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