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Stafa Reisen: Mit Kreativität gegen die Krise


Aus dem Reisebüro Stafa Reisen wurde das Corona Testzentrum Mariahilf
Reisebüro wird Corona-Testzentrum. Robert Chlebec kämpft mit einer innovativen Idee gegen die Krise an. 

Das Reisebüro Stafa Reisen in der Wiener Mariahilfer Straße 125 ist – zumindest vorübergehend - geschlossen. Die Nachfrage nach Reisen hält sich bekanntlich stark in Grenzen. Zudem verfügt Stafa-Inhaber Robert Chlebec mit allesreise.at auch über einen gut etablierten Online-Auftritt mit Buchungsmöglichkeit.

„Mir war fad. Ich wollte aktiv werden und nicht länger in Schreckstarre verharren. Da hab ich meine Kontakte zu Ärzten und medizinischem Personal genutzt“, erklärt Robert Chlebec im Gespräch mit tip-online.

Software auf Basis Jack von Bewotec

So wurde innerhalb kurzer Zeit das stationäre Büro in eine Testzentrum umgewandelt. Die Reisebüro-Software Jack von Bewotec wurde umgebaut in eine dafür erforderliche Organisationssoftware. Seit heute Früh werden CE-zertifizierte Tests angeboten. Antigen-Schnelltests wie auch PCR-Tests, bei denen die Auswertung in den Labors West erfolgt. Der Antigen-Schnelltest kostet 29 EUR, der PCR-Test 120 EUR. Die PCR-Ergebnisse werden vom Labor automatisch an das EMS der AGES gemeldet. Die Resultate von Schnelltests dauern ca. 10 Minuten, die von PCR-Tests bis zu 24 Stunden, und werden per SMS oder Mail übermittelt.

Das Corona Testzentrum Mariahilf ist sieben Tage die Woche geöffnet. 

Medizinisches Personal

Das Testzentrum wird ärztlich betreut und beraten. Die Abstriche werden ausschließlich von medizinischem Fachpersonal (DGKP) abgenommen und ausgewertet. „Wenn wir im Reisebüro weiter kein Geschäft gemacht hätten, hätte ich meine MitarbeiterInnen – drei plus einen Lehrling – kündigen müssen. Jetzt machen sie den Check-in für die Tests“, zeigt sich Robert Chlebec zufrieden.

Neu angestellt hat Chlebec eine diplomierte Krankenschwester. „Ich werde aber sicher noch mehr brauchen“, fügt er hinzu.

Tests für Reisewillige

Auch für die Umsetzung der Massentests sieht sich Chlebec gut gerüstet, er habe sich dafür bei der Stadt Wien bereits beworben.Die lang ersehnten Impfungen wolle er ebenfalls anbieten, sobald sie erhältlich sind. Gedacht ist das Angebot für alle, die einen Befund für die Ein- und Ausreise in Länder mit COVID 19-Reisebeschränkungen benötigen. Ebenso angesprochen werden Menschen, die im Umgang mit ihren Kollegen, Schutzbefohlenen und Familienmitgliedern auf Nummer sicher gehen wollen.

Chlebec bietet seine Test-Dienste auch Veranstaltern an, die ihren Kunden Reisen wieder ermöglichen wollen, bei Flug- ebenso wie bei Busreisen. Dazu stellt das Testzentrum kostenlos ein ärztliches Zeugnis aus.

sabtours bietet Behörden Unterstützung an

„Jedes Reisebüro kann das machen, weil es die Software hat, Mitarbeiter und meistens einen optimalen Standort. Für 300 bis 400 Reisebüros wäre das im Moment eine sinnvolle Alternative“, ermuntert Chlebec die Branche.

Bereits Ende Oktober hat sabtours den Behörden Unterstützung beim „Contact Tracing angeboten. Dabei gehe es um eine sinnvolle Beschäftigung für die zahlreichen Mitarbeiter und gleichzeitig darum, im Schulterschluss mit den Behörden für ein rasches Ende der Krise zu kämpfen, erklärt Hannes Schierl, Geschäftsführer sabtours.

Bisher eher zäh angelaufen ist in Deutschland eine Aktion mehrerer Reisebüros, die den Behörden ihre Unterstützung bei der Nachverfolgung von Infektionsketten angeboten hatten. (red.)


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Autor/in:

Herausgeberin / Chefredakteurin

Elo Resch-Pilcik, Mitgründerin des Profi Reisen Verlags im Jahr 1992, kann sich selbst nach 24 Jahren Touristik - noch? - nicht auf eine einzelne Lieblingsdestination festlegen.





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