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Allianz Partners: Urlaubsvorlieben im Generationenvergleich


Erik Heusel
Eine aktuelle Allianz Partners Umfrage stellt die Urlaubsvorlieben der Unter-30-Jährigen jenen der Über-60-Jährigen gegenüber. Fazit: Die Einstellungen und Wünsche der Generationen an den Urlaub könnten unterschiedlicher kaum sein.

Laut Umfrage unterscheiden sich die Urlaubsvorlieben der Unter-30-jährigen und der Über-60-jährigen Österreicher in allen Ansichten: so gehen die Präferenzen sowohl bei der Wahl des Urlaubslandes als auch bei Art der Buchung stark auseinander. Auch bei den Themen Sicherheitsvorkehrungen und Risikoeinschätzung könnten die Ansprüche kaum unterschiedlicher sein. 

Erholung versus Neues entdecken

Große Unterschiede zeigen sich bereits bei der Frage, was im Urlaub am wichtigsten ist. Reisende über 60 Jahre wollen vor allem Neues entdecken und das eigene Wissen erweitern, während die Jungen dagegen stark auf Erholung vom Alltag setzen. Sie wollen im Urlaub einfach mal die Seele baumeln lassen und abschalten. Nur jedem Fünften der älteren Generation ist dies ebenso wichtig. „Das passt genau zu unserem Verständnis von active Seniors", kommentiert Dipl. Kfm. Erik Heusel, Österreich-Geschäftsführer bei Allianz Partners, die Ergebnisse.

Auch die Wahl des Reiseziels wird bei beiden Altersklassen von unterschiedlichen Faktoren beeinflusst: Das Thema politische Lage vor Ort beschäftigt rund 40% der älteren, aber weniger als 20% der jüngeren Reisenden. Diese sind hingegen deutlich preissensitiver und häufiger auf der Suche nach Unternehmungsmöglichkeiten (36,5% U30 versus 18,2% Ü60). Gutes Essen im Urlaubsland ist wiederum ein wichtiges Thema für die Über-60-Jährigen.

Polarisierende Traumreiseziele

Extrem unterschiedlich fällt die Beurteilung der Traumreiseziele aus: Während sich viele ältere Menschen nichts Schöneres als einen Urlaub in Österreich vorstellen können, setzen die Generationen Y & Z auf die USA. Für 26% sind die Vereinigten Staaten die absolute Traumreisedestination, aber nur für 6,4% der älteren Reisenden. Das wird auch beim Spaßfaktor deutlich: Jeder vierte Unter-30-Jährige meint gute Unterhaltung in den USA zu finden, bei den Über-60-Jährigen sind dies weniger als 2%. Für sie ist Österreich auch in dieser Hinsicht attraktiver. Wenig überraschend erhält die Alpenrepublik bei der Frage nach dem bisher schönsten Urlaub im Leben mehr als doppelt so viele Stimmen von den älteren als von den jüngeren Reisenden (16,4% versus 7,7%).

„Auffällig ist, dass die Älteren mehr in Österreich urlauben und ihr Wissen erweitern bzw. Neues entdecken wollen. Wer beides in Kombination zusammenbringt, gewinnt in der Zielgruppe“, so Heusel.

Online versus Offline

Inspirationen für ein Reiseziel holen sich 36,5% der Unter-30-Jährigen von Internetberichten, jedoch nur 10,9% der Über-60-Jährigen. Kataloge und Prospekte stehen bei Älteren deutlich höher im Kurs. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei den Buchungen: 44,2% der Jungen buchen über Online-Reise- und Vergleichsportale, von den Älteren tun dies 28,2%. Sehr viel öfter als junge Reisende buchen ältere im Reisebüro oder beim Reiseveranstalter.

Tagestrip versus Inlandsurlaub

Die Generation U30 macht deutlich öfter Tagesauflüge in Österreich, Über-60-Jährige verbringen hier eher ihren Urlaub, also mehr als drei Nächtigungen am Stück. Während die Jungen beim Österreichaufenthalt vor allem auf Baden/Wellness/Entspannung setzen, bevorzugen die Älteren die Erkundung der Natur beim Wandern und Spazierengehen. Dabei liegen zwei Bundesländer besonders hoch im Kurs, vor allem wenn es um das Thema Gastfreundschaft geht: Kärnten ist bei den Jüngeren beliebt – jeder fünfte der Generation Y&Z rankt Kärnten als das gastfreundlichste Bundesland, die Steiermark schneidet bei den Älteren deutlich besser ab. Fast jeder vierte Über-60-Jährige setzt auf steirische Gastfreundschaft.

Sicherheit geht vor

Grundsätzlich haben beide Altersgruppen etwas für Sicherheit auf Reisen übrig, wenngleich deutlich mehr Über-60-Jährige eine Einzelreiseversicherung abschließen (U30: 7,7%, Ü60: 18,2%). Junge Reisende setzen dagegen verstärkt auf zusätzliches Bargeld für Notfälle. Besonders gelassen stehen ältere Touristen Staus und Schlechtwetter gegenüber. (red) 


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Foto: privat

Autor/in:

Julia Trillsam hat Publizistik- und Kommunikationswissenschaft an der Universität Wien studiert. Jetzt ist sie bereit, die Welt zu bereisen. Je sonniger die Destination, desto schneller sind ihre Koffer gepackt.





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