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Kopfzerbrechen wegen nachträglichen Änderungen bei FKZ 800.000


Foto: Feng Yu / shutterstock.com
Seit rund drei Wochen sorgt eine Änderung in der Definition der Fixkosten beim FKZ 800.000 für Unsicherheit in der Reisebranche.

Für Aufregung unter Reisebüros und Veranstaltern sorgt eine kurzfristige Änderung in der Definition der Pauschalierungsmöglichkeit für frustrierte Aufwendungen. Umformuliert wurde der Punkt B.II.29, allerdings ohne Einbindung des Fachverbands der Reisebüros. Die „Pauschalierungsmöglichkeit für frustrierte Aufwendungen (19%) kann nur von jenen Unternehmen angewandt werden, die von ihrer ‚Aufwandsstruktur in die Bandbreite der Unternehmen fallen, für die der Prozentsatz von 19% als branchenspezifischer Durchschnittswert ermittelt wurde‘, präzisiert der Fachverband in einer Aussendung die neue Definition.

Alles offen

Welche Auswirkungen das auf die Reisebranche hat, ist derzeit noch offen. „Das gilt es jetzt zu klären. Vorher können wir nur mutmaßen“, erklärt Fachverbandsobmann Gregor Kadanka im Gespräch mit tip-online. In Verhandlungen mit dem Finanzministerium versucht der Fachverband nun festzustellen, ob bzw. welche Bedeutung der geänderte Passus für die geförderten Unternehmen hat. Der Interpretationsspielraum reicht von „gegenstandslos“ bis hin zu „möglichen Rückforderungen“. Letztere will der Fachverband jedenfalls verhindern. Aktuell seien keine Rückforderungsbegehren seitens der COFAG gegenüber Reisebüros bekannt, so Kadanka weiter und zeigt sich gelassen: „Man sollte die Pferde nicht scheu machen.“

Momentum ortet Überförderung

Die teilweise recht großzügigen Förderungen im Zuge der Pandemie haben zuletzt immer wieder Kritiker auf den Plan gerufen. So will das gewerkschaftsnahe Momentum Institut zu hohe Coronahilfen vor allem für Gastronomie- und Hotelbetriebe ausgemacht haben. Im betrachteten Sample ergebe die Auswertung für das Jahr 2020 eine Überförderung durch die Corona-Unternehmenshilfen von 179 Mio. EUR, teilte das Institut am Dienstag mit. Davon würden 93 Mio. EUR auf die Gastronomie mit 526 überförderten Unternehmen und 34 Mio. EUR auf die Hotellerie mit 159 überforderten Betrieben entfallen. Dieser Betrag habe den Fördernehmern zwar rechtlich gesehen zugestanden, wäre aber ökonomisch gesehen definitiv nicht nötig gewesen, um den Fortbestand der geförderten Unternehmen zu sichern, so die Momentum-Ökonomen. (Red./APA)


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Autor/in:

Herausgeberin / Chefredakteurin

Elo Resch-Pilcik, Mitgründerin des Profi Reisen Verlags im Jahr 1992, kann sich selbst nach 30 Jahren Touristik - noch? - nicht auf eine einzelne Lieblingsdestination festlegen.





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