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Explora Journeys: Planmäßiger Start und Benefits für den Vertrieb


Eplora I
Michael Ungerer ist Chef der neuen Luxusmarke Explora Journeys innerhalb der MSC Group. Der gebürtige Tiroler erklärt im Folgenden, welche Vorteile Reisebüros aus einer Partnerschaft ziehen können. Das gesamte Interview – mit Details zu der Entwicklung und den Alleinstellungsmerkmalen der neuen Luxus-Kreuzfahrtmarke – lesen Sie in der nächsten gedruckten Ausgabe von tip im Dezember.

tip-online: Der Start von Explora Journeys ist für das Jahr 2023 angekündigt. Können Sie im Oktober 2021 sagen, dass Sie voll auf Kurs liegen?
Michael Ungerer: Ich muss auf Holz klopfen – aber wir sind im Plan, trotz aller Unwägbarkeiten, die wir in den letzten eineinhalb, zwei Jahren erlebt haben. Unmittelbar nachdem wir gestartet sind, hat uns diese Pandemie überrascht. Da war schon einiges an Agilität und Flexibilität notwendig, um auf Kurs zu bleiben.

Michael Ungerer

Apropos Start: Können Sie die ersten Fahrten der Explora I präzisieren?
Michael Ungerer: Wir haben im Rahmen unserer „Going to Market“-Strategie auch die Inaugural Journey-Collection bekannt gegeben und dem Vertrieb ermöglicht, für ihre besten Kunden auch schon Reservierungen vorzunehmen. Ausgehend von der ersten Mittelmeer-Reise geht es dann rund um Europa ins Baltikum, Nordeuropa, Spitzbergen, Grönland, Kanada, an die US-Ostküste, Karibik, rund um Südamerika, die US-Westküste bis nach Hawaii. Das sind die Eröffnungsfahrten, nicht aber das ganze Programm. Dazwischen wird es bestimmte Routen geben, aber keine Rundreisen. Alle Routen sind kombinierbar: von acht bis 270 Tagen. Die Planung besteht aus bekannten Häfen, aber auch aus kleineren Inseln, weniger bekannten Destinationen.

Können Sie jetzt schon sagen, welchen Status Gäste in Bezug auf Corona haben müssen – geimpft, genesen, getestet?
Michael Ungerer: Aus heutiger Sicht kann man da noch nichts sagen. Wir hoffen alle, dass das bald hinter uns ist. Die Tatsache, dass MSC Cruises ihre Protokolle sehr robust und detailliert ausgearbeitet hat, und tatsächlich auch die erste Reederei war, die Reisen wieder anbieten konnte, hilft natürlich. Das Thema wird sicher weiter eine Rolle spielen – wie der Normalbetrieb auch immer dann aussehen wird.

Welche Besonderheiten halten die Schiffe bereit – technisch, wie auch im Unterhaltungssegment und Wohlfühlbereich?
Michael Ungerer: Es gibt neun kulinarische Erlebnisse, ein Dutzend Lounges und Bars, innen und außen, wo entsprechend Unterhaltung stattfinden wird. Das Ganze eher im weltoffenen, lebendigen Stil, wobei es kein großes Theater mit zwei Aufführungen geben wird. Ich bin da bewusst ein wenig zurückhaltend, weil wir stufenweise die Neuheiten präsentieren wollen, um eben diese Unterschiede, diese Differenzierung herausarbeiten zu können.

High-Tech wird nie High Touch ersetzen

Und technisch?
Michael Ungerer: Technisch – abgesehen vom Schiff – haben wir, von einem weißten Blatt Papier ausgehend, ein komplett neues Reservierungs-, CRM- und Content Management System, das komplett Cloud-basierend ist. So etwas gibt es in der Hospitality wenig, im Kreuzfahrt-Segment gar nicht. Das wiederum, weil ich ein Überzeugungstäter von High-Tech und High-Touch bin. High-Tech ist da, um High Touch zu ermöglichen. High-Tech wird nie High Touch ersetzen. Aber natürlich, wenn ein Gast gerne über eine App Service bestellen möchte, kann er das tun.

Was das Schiff betrifft, sind wir natürlich auf dem neuesten Stand, was die Umwelttechnologie betrifft. Die MSC Group ist schon vor längerer Zeit der „Getting to Zero“-Bewegung beigetreten – wir haben uns dadurch verpflichtet, bis 2050 komplett CO2- und Treibhausgas-neutral zu sein. Das wiederum hat im Kern mit der Familie Aponte zu tun, die in Generationen denkt und nicht von einem Quartal zum anderen. Und dazu stehe auch ich und es war auch ein Grund, warum ich hier bin: Wir haben die besondere Verpflichtung, Orte, an die wir Gäste bringen, besser zu verlassen, als wir sie vorgefunden haben. Das ist tatsächlich so, und das lebt die Familie Aponte täglich vor. Das Thema ist, dass es heute jedoch kaum technologische Lösungen gibt, um das zu erreichen – in der Schifffahrt und auch in der Airline-Branche. Das ist eine ganzheitliche Aufgabe von Regierungsorganisationen, Technologie-Unternehmen und von Energieversorgern. Wir haben das Schiff auf dem neuesten Stand, hoffen aber auch, dass es in Zukunft – bald – grüne Treibstoffe geben wird, die auch weltweit verfügbar sind. Die wir dann auch gerne nutzen werden.

Sagt uns, wann ihr Zeit habt, dann rufen wir zurück

Mit „By Appointment“ hat Explora Journeys einen neuen, exklusiven Service für Vertriebspartner installiert. Können Sie kurz umreißen, welche Vorteile dieser bietet?
Michael Ungerer: Was uns wichtig war: So wie wir den Markt, unsere Gäste, befragt haben, sind wir auch auf ReisebüropartnerInnen zugegangen und haben sie gefragt: Was kann man besser machen? Was kann man anders machen? Und speziell jetzt, während der Pandemie, ist es so, dass die Branche damit beschäftigt ist, Reisen zu stornieren und umzubuchen. Oft, wenn ReisebüromitarbeiterInnen eine Hotline anrufen, hängen sie da zwei Stunden darin fest. Wir haben das umgedreht: Sagt uns, wann ihr Zeit habt, dann rufen wir zurück. Wenn wir dann eine halbe Stunde, oder ein Stunde miteinander sprechen, daran soll es nicht liegen. Unsere Ambassadors nehmen sich dann Zeit für den Agent, der aber auch gleich seinen Kunden mit ins Gespräch nehmen kann.

Das ist auf große Resonanz gestoßen. Dies ist aber nur ein Teil unseres Engagements, wie wir uns die Zusammenarbeit mit dem Vertrieb vorstellen. Wir haben ein Provisionsmodell, das in der Industrie an der Spitze steht – mit bis zu 18% Provision. Auch für Add-ons, für Vor- und Nachprogramme. Es gibt eine Gesamtvergütung und – was vielleicht am allerwichtigsten ist: Wenn ReisebüropartnerInnen eine Reise buchen und der Kunde eine Anzahlung leistet, dann wird diese sofort vergütet - und nicht erst wenn die Reise stattfindet oder alles bezahlt ist.

Abschlussfrage: Was sind die besten Argumente, die Sie einem Reiseverkäufer, einer Reiseverkäuferin mitgeben könnten? 
Michael Ungerer: Ocean State of Mind – das fasst alles zusammen.

Das Interview mit Michael Ungerer führte Dieter Putz


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Foto: privat

Autor/in:

Redakteur / Managing Editor

Dieter ist seit fast 25 Jahren wichtiger Teil des Profi Reisen Verlag-Teams. Fast jedes geschriebene Wort, das die Redaktion verlässt, geht über seinen Schreibtisch.





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