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ForwardKeys: Starker Einbruch im EU-Sommerflugverkehr


ForwardKeys
Wie die neueste Untersuchung von ForwardKeys ergab, erreichte die Zahl der internationalen Flüge zu europäischen Zielen im Sommer 2021, im Vergleich zum Vor-Corona-Jahr 2019, nur rund 40%.

Neue Untersuchungen von ForwardKeys, die über die aktuellsten und umfassendsten Flugbuchungsdaten verfügen, zeigen, dass internationale Flüge zu europäischen Zielen im Juli und August 2021 nur 39,9% des Niveaus vor der Pandemie erreichten. Das Ergebnis sei zwar deutlich besser als im letzten Jahr (26,6%) - allerdings gab es im Jahr 2020 auch noch deutlich mehr Grenzsperrungen; und Impfstoffe waren noch nicht zugelassen. 

Griechenland an der Spitze 

Betrachtet man die Performance nach Ländern, so ragt Griechenland heraus: Das Land verbuchte im Juli und August rund 86% der Ankünfte von 2019. Es folgten Zypern mit 64,5%, die Türkei 62,0% und Island mit 61,8%.
Am schlechtesten schnitten jene Länder ab, die stärker auf den Ferntourismus angewiesen sind, wie Frankreich und Italien, und diejenigen, die die beschwerlichsten und unbeständigsten Reisebeschränkungen auferlegten, wie das Vereinigte Königreich, das am Ende der Liste lag und nur 14,3% des Niveaus von 2019 erreichte. 

Die 10 verkehrsreichsten europäischen Reiseziele

Auch in diesem Ranking standen Reisen nach London am Ende der Liste und erreichte nur 14,2 % der Ankünfte von 2019. Angeführt wurde die Liste von Palma Mallorca, ebenfalls ein wichtiger Badeort, der 71,5% des Niveaus von 2019 erreichte, und von Athen, einem Tor zu zahlreichen Inseln in der Adria, mit 70,2%. Die nächstbesten Großstädte waren Istanbul mit 56,5 %, Lissabon mit 43,5 %, Madrid mit 42,4 %, Paris mit 31,2 %, Barcelona mit 31,1 %, Amsterdam mit 30,7 % und Rom mit 24,2 %. 

Die 10 resilientesten europäischen Reiseziele

Im Vergleich dazu erwiesen sich Freizeitdestinationen als deutlich widerstandsfähiger. Eine Rangliste aller wichtigen lokalen Reiseziele (dh solche mit einem Marktanteil von über 1%) wurde von traditionellen Badeurlaubs-Hotspots oder dem Tor zu ihnen dominiert. Die Spitzenreiter waren Heraklion und Antalya, die das Niveau vor der Pandemie um 5,8% bzw. 0,5% übertrafen. Es folgten Thessaloniki mit 98,3%; Ibiza, 91,8%; Larnaka 73,7% und Palma Mallorca 72,5%.

"Extremer Schaden für Luftfahrtindustrie"

Abgesehen von den Makrotrends schnitten bestimmte Destinationen aus eher lokalspezifischen Gründen relativ besser oder schlechter ab. Portugal beispielsweise, ein beliebtes Reiseziel britischer Urlauber, litt darunter, als das Vereinigte Königreich im Juni seine Bezeichnung von grün auf orange änderte; und Spanien litt Ende Juli, als Deutschland vor Reisen warnte.

Olivier Ponti, VP Insights, ForwardKeys, kommentierte: „Wenn man bedenkt, wie schrecklich die Dinge für den Tourismus in Europa letztes Jahr waren, war dieser Sommer eine sehr bescheidene Erholungsgeschichte. Im Vergleich zu normalen Zeiten hat die anhaltend geringe Intensität des internationalen Flugverkehrs von weniger als 40 % des Normalwertes der Luftfahrtindustrie extremen Schaden zugefügt. Die anhaltende Abwesenheit von Fernreisenden, insbesondere aus Fernost (diese erreichte in diesem Sommer nur 2,5% des Reisevolumens vor der Pandemie) wird die Besucherwirtschaft mehrerer europäischer Länder hart treffen.“

Er schloss: „Wenn es ein Trostelement gibt, dann sind es die Leute, die „bleiben“, dh: Urlaub im eigenen Land machen. Während die inländische Luftfahrt in normalen Zeiten einen Minderheitsanteil am Markt in Europa hat, hat sie sich während der Pandemie viel besser behauptet, da sie nicht so anspruchsvollen Reisebeschränkungen unterliegt. Die Kanaren und die Balearen haben beispielsweise mehr spanische Besucher begrüßt als in einer normalen Saison.“ (red)


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Foto: privat

Autor/in:

Julia Trillsam hat Publizistik- und Kommunikationswissenschaft an der Universität Wien studiert. Jetzt ist sie bereit, die Welt zu bereisen. Je sonniger die Destination, desto schneller sind ihre Koffer gepackt.





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