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Lufthansa und ver.di: Einigung auf erstes Krisenpaket


Lufthansa A380
Nach intensiven Verhandlungen haben sich die AUA-Mutter und die Gewerkschaft ver.di auf ein erstes Krisenpaket geeinigt. 

Wie die Fluggesellschaft und die Gewerkschaft ver.di am Mittwoch mitteilten, müssen danach rund 35.000 Bodenbeschäftigte auf Teile ihrer Entgelte verzichten und werden dafür bis Ende März 2022 vor Entlassungen geschützt. Die Maßnahmen gelten im Wesentlichen für die tariflichen Bodenbeschäftigten der Deutschen Lufthansa AG, Lufthansa Technik AG und Lufthansa Cargo AG.

„Mit diesem Krisenpaket haben wir einen ersten wichtigen Schritt zur Reduktion der Personalkosten am Boden erzielt und können den Ausspruch betriebsbedingter Beendigungskündigungen für das Jahr 2021 vermeiden. Wir dürfen aber nicht nachlassen, weiter an Maßnahmen zur Krisenbewältigung zu arbeiten, um auch für die Zeit nach Ende der Kurzarbeit gute Lösungen für die Mitarbeiter zu vereinbaren“, so Michael Niggemann, Vorstand Personal, Recht und M&A der Deutschen Lufthansa AG.

Reduktion der Personalkosten 

Einsparungen werden bereits unmittelbar durch den Entfall des Weihnachtsgeldes für 2020 wirksam. Auch für 2021 wurde vereinbart, dass das Urlaubs- und Weihnachtsgeld inklusive Zuschläge entfällt. Darüber hinaus wird die Kurzarbeit konsequent fortgeführt und die Aufstockung zum Kurzarbeitergeld für das Jahr 2021 von 90 auf 87% reduziert. Insgesamt können damit im Jahr 2021 für die Beschäftigtengruppe je nach Grad des Arbeitsentfalls Personalkosteneinsparungen in Höhe von bis zu 50 % erreicht werden.

Kündigungsschutz bis 2022

Im Gegenzug hat Lufthansa angekündigt, einen Kündigungsschutz für das Jahr 2021 (der vor Entlassungen bis Ende März 2022 schützt) auszusprechen und Altersteilzeit sowie betriebliche Freiwilligenprogramme anzubieten. Gespräche zu langfristigen Personalkostenreduzierungen für die Phase ab dem 1. Januar 2022, wenn das Kurzarbeitergeld entfällt, werden frühzeitig wieder aufgenommen. 

Die Einigung steht noch unter dem Vorbehalt einer Mitgliederbefragung, erklärte ver.di. Zuvor hatte Lufthansa bereits mit der Kabinengewerkschaft UFO Eckpunkte eines langfristigen Abkommens verabredet. (APA / red) 


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Foto: privat

Autor/in:

Julia Trillsam hat Publizistik- und Kommunikationswissenschaft an der Universität Wien studiert. Jetzt ist sie bereit, die Welt zu bereisen. Je sonniger die Destination, desto schneller sind ihre Koffer gepackt.





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