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Martin Gross: Emirates steht in den Startlöchern


Martin Gross, Direktor für Emirates für Österreich, Kroatien, Slowenien, Slowakei, Bosnien-Herzegowina, Serbien, Montenegro & Mazedonien
Im Rahmen eines runden Tisches gewährte Österreich-Chef Martin Gross in exklusiver Runde umfassende Einblicke in die aktuelle Situation bei Emirates Airlines und in Dubai.

Nach dem Lock-down musste Emirates am 25. März zunächst alle Flugverbindungen einstellen, 250 Fluggeräte wurden gegroundet. Doch bereits nach einer Woche wurden wieder Frachtflüge aufgenommen und seither sehr zufriedenstellend laufen. Anfang April folgten die ersten Expats-Flüge aus Dubai und den Beyond-Destinationen. Am 15. Juni erfolgte die Entscheidung, die Transitbereiche am Hub Dubai wieder zu öffnen, bevor am 7. Juli die Grenzen des Emirats für Urlauber und Geschäftsreisende wieder öffneten. Am 18. Juli startete Emirates den ersten Passagierflug Wien-Dubai. Mit einer "we can do"-Einstellung steht die Airline, wie auch Martin Gross, seit 16 Jahren Österreich-Chef, in den Startlöchern, die Kapazitäten wieder hochzufahren, sobald es die Nachfrage wieder zulässt. Und als größter Airbus-Betreiber soll auch - im Gegensatz zum Mitbewerb - der bei Passagieren beliebte Großraumflieger A-380 wieder zum vollen Einsatz kommen.

Pakete statt Passagiere

Während der Passagierverkehr im Zuge der Corona-Krise massiv eingeschränkt, und Flugzeuge nahezu alle stillgelegt wurden, hat die Nachfrage im Luftfracht-Geschäft das Loch in den Kassen der Airlines sukzessive gefüllt. "Die Fracht hält uns am Leben", so Gross. Eigenen Angaben zufolge, sei Emirates nach FedEx zurzeit der größte Frachttransportanbieter im Airline-Segment. Aktuell bedient der Golf-Carrier 120 Destinationen und transportiert mit aktuell vier Maschinen rund 30.000 kg Fracht pro Flug. In Europa spielt Wien aufgrund der zentralen geografischen Lage eine tragende Rolle und wurde von Emirates als einer der ersten Hubs für die Wiederaufnahme der Frachtflüge genutzt. Seither setzt der Carrier vermehrt auf die Fernstrecke, da derzeit weder Air China, China Airlines, ANA All Nippon Airways, Thai Airways, Korean Air oder Eva Air im Einsatz sind.

Mit Zuversicht in die Zukunft

Emirates bedient aktuell 84 Destinationen in seinem Netzwerk von 150 Zielen. Passagiere können dadurch Verbindungen zwischen Nord- und Südamerika, Europa, Afrika, dem Nahen Osten und dem asiatisch-pazifischen Raum via Dubai nutzen. Von Wien nach Dubai und retour bietet Emirates derzeit vier wöchentliche Flüge mit Boeing 777 (Donnerstag, Freitag, Samstag und Sonntag) an, die Rotation wurde erst kürzlich von drei auf vier wöchentliche Flüge aufgestockt. Vor Corona waren es sogar 14 Verbindungen pro Woche. Bis diese und alle anderen Frequenzen wieder erreicht werden, bleibt abzuwarten. Emirates-Vorsitzender Ahmad ibn Said Al Maktum hofft jedenfalls im Sommer 2021 wieder alle bisherigen Destinationen anfliegen zu können. Auch Martin Gross glaubt an schnelles Comeback von Dubai, vor allem in Hinblick auf die wachsende Nachfrage nach beliebten Winterzielen im Indischen Ozean. Immerhin fliegt der Carrier seit 1. August wieder fünfmal wöchentlich auf die Seychellen und hat mit 4. August sein Angebot für die Malediven von fünf auf sechs wöchentliche Flüge erhöht.

"Das Emirat zählte in 2019 rund 17 Mio. Besucher und hat während der Krise keineswegs an Glanz verloren. Die beispielhaften Sicherheitsrichtlinien sind nachhaltig gesetzt, Hotelpreise bleiben voraussichtlich attraktiv und auch die Expo Ende 2021 wird Dubai einen Schub bringen", so Gross.

Sicherheit für Partner und Passagiere

Kunden mit einem Emirates-Ticket profitieren weiterhin von Umbuchungsbedingungen und -möglichkeiten, wenn ihre Reisepläne aufgrund unerwarteternFlug- oder Reisebeschränkungen im Zusammenhang mit COVID-19 beeinflusst werden. Ab dem 1. Oktober tritt eine neue Regelung in Kraft, dann können Reisen auf einen anderen Zeitpunkt, nicht jedoch wie bisher auf eine andere Destination umgebucht werden. Um die Sicherheit seiner Passagiere und Mitarbeiter am Boden sowie in der Luft zu gewährleisten, hat Emirates ein umfassendes Maßnahmenpaket für jeden Reiseabschnitt eingeführt. Dazu gehören kostenlose Hygienekits mit Masken, Handschuhen, Handdesinfektionsmitteln und antibakteriellen Tüchern für alle Fluggäste. Nach der Landung in Dubai durchläuft jedes Flugzeug ein optimiertes Reinigungs- und Desinfektionsverfahren. Alle Flugzeuge sind mit HEPA-Filtern ausgestattet, die 99% aller Bakterien und Viren beseitigen. Ein negatives Covid-Testergebnis ist für den Reiseantritt verpflichtend, um Passagieren mehr Sicherheit zu bieten, wurde nun die kostenfreie, globale Deckung medizinischer Quarantäne-Kosten im Falle einer Infektion bis einschließlich 31. Dezember verlängert. Der Sicherheitsgedanke tritt auch auf Reisebüro-Partner: Emirates hat im Juli eine Anbindung der refund application über die gängigen BSB eingerichtet. Bislang wurden 90% der Rückerstattungsforderungen erfüllt. Aufgrund der Kurzarbeit sind die Emirates-Mitarbeiter im Wiener Büro zurzeit von Montag-Freitag von 9 bis 13 Uhr erreichbar. (red)

 

 


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