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Laudamotion: Einigung zwischen vida & WKÖ


Laudamotion Airbus-A320
Die Sozialpartner haben sich in der vergangenen Nacht auf einen befristeten Kollektivvertrag für die unter Druck stehende Ryanair-Tochter Laudamotion geeinigt. Die Zustimmung von Ryanair ist noch ausständig.

Beim Kollektivvertrag (KV) für die Ryanair-Tochter Laudamotion ist zwischen den Sozialpartnern nach langen Gesprächen eine Einigung für die 500 in Wien stationierten Laudamotion-Beschäftigten erzielt worden. Demnach solle das garantierte Bruttoeinkommen für Flugbegleiter künftig 1.440 EUR 14 Mal im Jahr betragen. Das sei um 44% mehr als die ursprünglich angebotenen 1.000 EUR. Bei Kopiloten liege das Fixum nun bei 2.000 EUR statt bei 1.700 EUR Brutto im Monat. Auch seien rechtswidrige KV-Vertragsklauseln gestrichen worden, heißt es in der Gewerkschaftsmitteilung.

"Jetzt liegt es an Laudamotion und Ryanair, den KV-Abschluss der österreichischen Sozialpartner zu akzeptieren und damit die Arbeitsplätze seiner Beschäftigten und den Standort am Flughafen Wien zu retten", so Roman Hebenstreit, Vorsitzender der Gewerkschaft vida.
Ryanair-Zustimmung fraglich

Die Ryanair-Pressekonferenz, die ursprünglicher heute, 4. Juni, um 10.00 Uhr hätte stattfinden sollen, wurde auf nächste Woche verschoben. 
Zuletzt hatte Ryanair mehrfach der Gewerkschaft die Schuld zugewiesen, dass sie den Forderungen des Unternehmens nicht zustimme und dadurch die Jobs in Wien gefährde. Von der Regierung fordern die Sozialpartner Maßnahmen gegen Billigsttickets, der Preiskampf würde sonst zulasten der Beschäftigten ausgetragen, so Hebenstreit. Das gelte insbesondere angesichts der erwarteten nur langsamen Erholung der Luftfahrt. Ryanair hat bereits mehrfach angekündigt, mit sehr niedrigen Preisen seine Flieger füllen zu wollen.

"Wenn wir nicht wollen, dass in ein paar Monaten jeder von uns jemand kennt, der aufgrund der Corona-Krise von seinem Einkommen nicht leben kann, dann braucht es jetzt dringend einen Kraftakt der Regierung", wandelte Hebenstreit einen Spruch von Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) ab.


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Foto: privat

Autor/in:

Julia Trillsam hat Publizistik- und Kommunikationswissenschaft an der Universität Wien studiert. Jetzt ist sie bereit, die Welt zu bereisen. Je sonniger die Destination, desto schneller sind ihre Koffer gepackt.





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