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Zukunft von Lauda weiter auf der Kippe


Lauda Airbus
Während die WKÖ den neuen KV für Mitarbeiter der Laudamotion akzeptiert, stellt sich die Gewerkschaft dagegen. Ryanair droht, die Lauda-Basis in Wien zu schließen, wenn es bis morgen keine Einigung gibt.

Die WKÖ hat die von Lauda-Mutter Ryanair geforderten Kürzungen am Kollektivvertrag akzeptiert und unterschrieben. Da die Gewerkschaft vida die Änderungen weiterhin ablehnt, tritt der KV nicht in Kraft. Ryanair-Chef Michael O’Leary hat für morgen, 20. Mai, ein Ultimatum gestellt. Sollten die Einsparungsmaßnahmen nicht durchgesetzt werden, würde die Lauda-Basis in Wien geschlossen. Die Flüge würden dann von anderen Ryanair-Töchtern übernommen. O’Leary fordert neue Arbeitsbedingungen und Lohnkürzungen um ca. 20%.

Laut einer Aussendung der Laudamotion haben „über 95% der in Wien stationierten A320-Piloten und über 70% des Kabinenpersonals individuell einen neuen, adaptierten Kollektivvertrag akzeptiert“. Dieser sei notwendig, um die Lauda-Basis am Standort weiter aufrecht zu erhalten.

„Lauda, dessen größter Wettbewerber Austrian Airlines voraussichtlich 800 Millionen Euro an Staatshilfen beziehen wird (während Lauda hier keine Unterstützung erhält), fordert die VIDA dazu auf, die klaren Wünsche der in Wien stationierten Lauda Crews zu unterstützen und ihre Arbeitsplätze zu retten, indem sie heute (Di) oder morgen (Mi) den neuen Kollektivvertrag unterzeichnen. Die Arbeitsplätze von über 300 Wiener A320 Crews und ihrer Familien liegen nun vollständig in den Händen der VIDA“, sagen Andreas Gruber und David O'Brien, Joint CEOs von Lauda.

Totengräber von Löhnen

Daniel Liebhart, Vorsitzender des Fachbereichs Luftfahrt in der Gewerkschaft vida, wirft hingegen Ryanair und der WKÖ vor, sie seien „die Totengräber von Löhnen, von denen man leben kann". Die vida werde sich „nicht erpressen lassen und keinen KV unterzeichnen, der mit 848 EUR Netto-Einstiegsgehalt für FlugbegleiterInnen klar unter der Mindestsicherung in Wien (917 EUR) und noch deutlicher unter der aktuellen Armutsgefährdungsschwelle 2019 von 1.259 EUR im Monat für eine Person liegt". Um Jobs mit fairen Bedingungen zu erhalten, werde die Gewerkschaft noch heute der Wirtschaftskammer einen Gegenvorschlag für KV-Verhandlungen machen. Im Übrigen gebe es keinen Zeitdruck, weil Laudamotion ohnehin die Mitarbeiter in Kurzarbeit geschickt habe und daher Geld vom österreichischen Steuerzahler erhalte. (APA/red.)


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Autor/in:

Herausgeberin / Chefredakteurin

Elo Resch-Pilcik, Mitgründerin des Profi Reisen Verlags im Jahr 1992, kann sich selbst nach 24 Jahren Touristik - noch? - nicht auf eine einzelne Lieblingsdestination festlegen.





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