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Österreich-Urlaub: steuerlich absetzbar?


Wandern in Österreich
Um die Nachfrage nach Inlandsurlaub anzukurbeln, regt Tourismusberater Ennemoser steuerliche Absetzbarkeit an.

Dass der Tourismus – im In- und Outgoing - zu den von der Krise am schwersten betroffenen Branchen zählt, ist inzwischen hinlänglich bekannt. Derzeit konzentrieren Hilfsmaßnahmen und -vorschläge fast ausschließlich auf die österreichischen Tourismusbetriebe. Selbst wenn Umfragen derzeit darauf hinweisen, dass viele Österreicher ihren Sommerurlaub im Inland verbringen wollen, das befürchtete Ausbleiben der ausländischen Gäste wird das nicht kompensieren können. Im Sommer 2019 entfielen 70% der insgesamt 79 Mio. Nächtigungen in heimischen Unterkünften auf ausländische Besucher.

60% Minus

Wirtschaftsberater Dr. Klaus Ennemoser prognostizert für den heimischen Sommertourismus Einbrüche von bis zu 60% bei den Nächtigungen, von um die 50% beim gesamten Inlandstourismus. Er schlägt daher einen Urlaubsbonus vor.

„Als Anerkennung für die erwiesene Disziplin soll jeder Österreicher die Ausgaben für seinen Sommerurlaub, den er in Österreich verbringt, von der Steuer absetzen können. Mit diesem Urlaubsbonus kann ein Teil des Nächtigungsrückgangs abgefangen werden“, so Ennemoser.

Geltend gemacht werden könnten die gesamten Urlaubsausgaben. Um Missbräuche zu vermeiden, kann der absetzbare Betrag gedeckelt werden. Beispielsweise mit 1.000 EUR pro Erwachsenen und 500 EUR pro Kind. Der Vorschlag könnte praktisch mit minimalstem bürokratischen Aufwand und rasch umgesetzt werden. Da der Tourismus stark mit anderen Branchen verflochten ist, ergäbe sich sogar ein positiver Steuer-Saldo für den Staat. „Durch eine solche Maßnahme könnten rund 6 Mio. Sommernächtigungen aufgefangen werden und obendrein könnte der Staat rund 310 Mio EUR im Plus verbuchen, die er sonst nicht einnehmen würde.“, erläutert Ennemoser und spricht von einer klassischen Win-Win-Situation. (red.)


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Autor/in:

Herausgeberin / Chefredakteurin

Elo Resch-Pilcik, Mitgründerin des Profi Reisen Verlags im Jahr 1992, kann sich selbst nach 24 Jahren Touristik - noch? - nicht auf eine einzelne Lieblingsdestination festlegen.





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