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Gewerkschaft Ufo droht Lufthansa mit Eskalation


Zerreißprobe - Foto: wk1003mike / shutterstock.com
Der Konflikt zwischen der Flugbegleiter-Gewerkschaft Ufo und der Lufthansa spitzt sich weiter zu. Die Gremien der Gewerkschaft beraten bis Donnerstag das weitere Vorgehen.

Bei der Lufthansa bahnt sich ein neuer Konflikt mit der Flugbegleiter-Gewerkschaft Ufo an. Die Gewerkschaft warf der Fluggesellschaft am Montag vor, "jedes Gespräch mit der Kabinengewerkschaft konzernweit" abzulehnen. Insbesondere bei der Lufthansa-Tochter Eurowings spitze sich der Konflikt nun zu. In den nächsten Tagen wollen die Gremien der Gewerkschaft das weitere Vorgehen beraten und am 20. Juni 2019 die Öffentlichkeit informieren.

Tarifkonflikt geht in die nächste Runde

Ufo und Eurowings hatten 2017 den SPD-Mann Klaus Wowereit als Schlichter für ihren damaligen Tarifkonflikt eingeschaltet. In einem Schiedsverfahren habe man sich auf eine Reihe von Tarifverträgen geeinigt. Eurowings habe diese nun nicht anerkannt, womit das Verfahren am Wochenende ergebnislos geendet sei, hieß es in der Aussendung.

"Einseitig elementare, längst beschlossene Regelungen für die Kollegen zu verhindern, ist nicht zu akzeptieren", so Daniel Floh, Stellvertretender Ufo-Vorsitzende.

Das "Verhandlungsembargo" sei inakzeptabel und werde "konkrete Auswirkungen" in den Konzern-Flugbetrieben haben. Die Ufo-Vorsitzende Sylvia De la Cruz sagte: "Ab diesem Punkt ist nichts mehr auszuschließen."

Gespräch wird abgelehnt

Eine Lufthansa-Sprecherin betonte, man stehe weiter zur Tarifpartnerschaft. "Hierzu brauchen wir einen zuverlässigen Tarifpartner." Derzeit sei nicht erkennbar, "wann und wie Ufo ihrer Rolle als berechenbarer, konstruktiver Tarifpartner wieder gerecht werden kann. Daher finden aktuell keine Gespräche statt." Bei Ufo gab es in den vergangenen Monaten einen heftigen internen Führungsstreit, in dem Chef Nicoley Baublies und weitere Vorstände zurücktraten.

Im März hatte Ufo Tarifverträge mit Lufthansa gekündigt und drei Monate vor Ende der Friedenspflicht per 30. Juni mit einem Streik des Kabinenpersonals im Sommer gedroht. Lufthansa hatte die Kündigungen jedoch nicht anerkannt. (APA / red)


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Foto: privat

Autor/in:

Julia Trillsam hat Publizistik- und Kommunikationswissenschaft an der Universität Wien studiert. Jetzt ist sie bereit, die Welt zu bereisen. Je sonniger die Destination, desto schneller sind ihre Koffer gepackt.





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