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MSC: Luxusschiffe für Millennials


Die Meraviglia-Klasse wird 2019 und 2020 mit zwei weiteren Schiffen der Maraviglia Plus-Klasse erweitert. Foto: MSC
MSC Cruises setzt sein beispielloses Investitionsprogramm fort und steigt nun auch in das Luxussegment ein. 

13,6 Mrd. Euro umfasst das Investitionsvolumen, mit dem MSC Cruises ihre Flotte bis 2027 um 17 neue Schiffe erweitern will. Seit Juni 2017 wurden bereits drei ausgeliefert, zwei weitere folgen nächstes Jahr im Feber bzw. November. Vor Kurzem hat die Schweizer Reederei noch vier kleinere Schiffe der Luxusklasse im Gesamtwert von etwas über 2 Mrd. EUR bei Fincantieri in Auftrag gegeben. Mit einer Größe von 64.000 BRZ und 500 Kabinen können die Schiffe auch kleinere Häfen anlaufen.

„Wir wollen damit unter anderem die Millennials ansprechen, die kleinere und individuellere Schiffe bevorzugen“, erklärt Sebastian Selke, Executive Director MSC.

Individualität großgeschrieben

Auf Individualität wird in der ganzen Flotte geachtet. Je nach Route und Zielgruppe wird das Produkt entsprechend adaptiert. Sind etwa Gruppen aus Russland oder der Türkei an Bord, werden die jeweiligen Fernsehkanäle freigeschaltet. Bei den fünf Schiffen, die in Brasilien liegen, spielt etwa Frühstück keine Rolle. Rund 30% der Crew spricht Portugiesisch. Wird das Schiff nach Europa verlegt, wird die Crew getauscht.

„Wir ändern das Produkt je nach dem Gästemix“, fügt Bernhard Stacher, Vice President Corporate Hotel Operations, hinzu.

Internationales Produkt

Im vergangenen Jahr waren Gäste aus 170 Nationen an Bord der MSC-Schiffe. Italiener stellen weltweit einen Anteil von nur 15%, der der Österreicher liegt unter 5%. Die stärksten Quellmärkte sind die USA, Italien und Brasilien, gefolgt von den DACH-Ländern. Alle vier sind ungefähr gleich stark.

„Wir sind die einzig wirklich internationale Reederei für alle Märkte“, streicht Sebastian Selke hervor.

Fokus auf stationären Vertrieb

Für das laufende Jahr rechnet MSC mit 2,4 Mio. Passagieren. Bis 2027 sollen es 5,5 Mio. werden. Das wäre gegenüber 2016 eine Verdreifachung. Einen kleinen Anteil daran hält Österreich, wo der Kreuzfahrtenmarkt zuletzt um 3,2% gewachsen ist.

„Das Potential der Gesamtreisenden ist noch lange nicht ausgeschöpft,“ sieht Österreich-Chef Werner Fankhauser sieht  noch viel Luft nach oben.

Der am weitest entwickelte Markt ist in den USA, wo rund 4% der Bevölkerung sich für eine Kreuzfahrt entscheiden, gefolgt von UK mit 2,2%. Als Potenzial für Europa nennt Sebastian Selke eine Durchdringung von 4%. Das soll vorwiegend mit Hilfe der Reisebüros erreicht werden. „Wir bekennen uns zum stationären Vertrieb auf der ganzen Welt“, so Selke weiter. Dieses Commitment wird mit dem neuen Provisionsmodell in Österreich unterstrichen. „Die Resonanz darauf war extrem positiv. MSC geht den richtigen Weg, was Reisebüros betrifft, wurde uns bestätigt,“ zeigt sich Werner Fankhauser zufrieden mit dem Schritt, der sich noch heuer positiv für die Büros auswirkt. (red.)


  MSC Cruises, Kreuzfahrt, Investition, stationärer Vertrieb


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Autor/in:

Herausgeberin / Chefredakteurin

Elo Resch-Pilcik, Mitgründerin des Profi Reisen Verlags im Jahr 1992, kann sich selbst nach 24 Jahren Touristik - noch? - nicht auf eine einzelne Lieblingsdestination festlegen.





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