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Rekordjahr für den Wiener Flughafen

In einem herausfordernden Jahr, das von krisenbedingten Verkehrsrückgängen und Streiks, aber auch von Passagierwachstum auf der Langstrecke, sowie durch neue Airlines und Destinationen geprägt war, konnte die Flughafen Wien AG eine deutliche Ergebnisverbesserung erreichen.

Im Geschäftsjahr 2015 sind der Umsatz um 3,8% und das Nettoergebnis um 21,8 % auf 100,4 Mio. EUR gestiegen, was einen Rekord in der Unternehmensgeschichte bedeutet. Auch für das Jahr 2016 ist der Ausblick positiv: So erwarte der Flughafen Wien einen Anstieg beim Passagieraufkommen zwischen 0 % und 2%. Der Umsatz soll auf mehr als 675 Mio. EUR steigen. Das Ergebnis nach Steuern für 2016 werde aus heutiger Sicht bei mehr als 105 Mio. EUR liegen, wie Günther Ofner, Vorstand der Flughafen Wien AG ankündigt.

„Der Flughafen Wien ist wirtschaftlich gut unterwegs: In fünf Jahren konnte die Produktivität um rund 30 % gesteigert werden. Trotz Gegenwind aus zahlreichen Krisenherden konnte dadurch 2015 das beste Ergebnis der Unternehmensgeschichte erreicht werden. Auch 2016 rechnen wir mit einem Zuwachs bei Umsatz und Ergebnis. Die Airport City ist im letzten Jahr um fünf Betriebsansiedlungen gewachsen und gerade jetzt starten die Bautätigkeiten für das neue Moxy-Hotel, das 2017 eröffnen wird. Auch weitere potenzielle Standortpartner zeigen bereits reges Interesse am Immobilienstandort Flughafen“, so Ofner weiter.
Dividende steigt auf 2 EUR

Gestützt auf die gute Geschäftsentwicklung im Jahr 2015 wird der Hauptversammlung am 31.5.2016 eine erhöhte Dividende von 2,00 EUR je Aktie (2014: 1,65 EUR) vorgeschlagen, in Summe 42 Mio EUR. Über die Mitarbeiterstiftung, die 10% der Aktien hält, profitieren auch alle Beschäftigten der Flughafen Wien AG von der höheren Dividende, die ja auch Resultat ihrer erfolgreichen Arbeit ist.

Gute Verkehrsentwicklung
„2015 war für die Luftfahrt ein herausforderndes Jahr, das von der Entwicklung einzelner Krisenregionen und Streiksituationen, aber vor allem auch von Wachstum geprägt war. So konnten wir mit 22,8 Mio. Passagieren einen neuen Rekord und ein starkes Plus auf der Langstrecke verzeichnen. Sehr gut hat sich unser Shopping- und Gastro-Bereich mit einem Umsatzplus von 6,9 % entwickelt. Für 2016 sind wir optimistisch: Es stehen bereits einige neue Flugverbindungen und neue Airlines fest, unter anderem wie seit kurzem bekannt, Air India nach Delhi. So erwarten wir ein Passagierplus zwischen 0 % und 2 %“, stellt Julian Jäger, Vorstand der Flughafen Wien AG, fest.
Umbaupläne fast spruchreif

Spätestens im Mai will der börsennotierte Flughafen Wien Umfang und Kosten seiner neuen Großbauvorhaben - Terminal-Erweiterung, Sanierung bestehender Terminalanlagen - nennen. Dabei geht es um ein Zehn-Jahresprogramm und um dreistellige Millionenbeträge.

„Was wir in den nächsten zehn Jahren planen, werden wir im Mai in allen Details vorstellen, so Jäger bei der Jahrespressekonferenz.

Der Terminal 2, der älteste Teil des Flughafens, steht vor einer tief greifenden Sanierung. Vor allem aber ist auch eine „Süderweiterung" um Gebäude zwischen dem „Pier Ost" und „Terminal 3" Zu den dafür veranschlagten Summen verlautete das Vorstandsduo heute noch nichts Näheres. Groß verschulden wolle sich der Flughafen dafür nicht. In jedem Fall will der Airport ab 2017 und 2018 wieder mehr investieren. 2016 sollen es rund 95 Mio. EUR sein. Unter anderem wird heuer das Luftfrachtzentrum erweitert.

Bereit für den A380

Für das Frühjahr steht zudem eine Pistensanierung an, die nach Worten der Flughafenmanager aber in keinem direkten Zusammenhang mit dem „A 380" stehe, sondern eine Routinesanierung sei. Die Pläne von Emirates, mit dem Großraumflugzeug A380 in Wien zu landen, kamen früher als erwartet: Auch wenn es am 1. Juli schon so weit wäre, sei der Flughafen gerüstet, bestätigt Jäger. Zunächst werde es dafür nur kleine Adaptionen am „Pier Ost" geben, die das Boarding auf einer Ebene ermöglichen. „Nicht optimal", wie der Flughafen weiß. Nach dem insgesamt auf drei Jahre veranschlagten Umbau am Pier werden A380-Passagiere dann auf zwei Ebenen ein- und aussteigen können. (APA / red)


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Dieter Putz

Autor/in:

Redakteur / Managing Editor

Dieter ist seit knapp 20 Jahren wichtiger Teil des Profi Reisen Verlags-Teams. Fast jedes geschriebene Wort das die Redaktion verlässt, geht über seinen Schreibtisch.





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