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AUA: Countdown zum Sparpaket läuft

Morgen, Dienstag, will die neue AUA-Führung unter Jaan Albrecht das Sparpaket für die in roten Zahlen steckende Airline fixieren.

Der drastische Vorstoß Albrechts, einseitig die Kollektivverträge für das Bordpersonal, darunter die Piloten, zu kündigen, hat zu heftigem Unmut, nicht aber zu inhaltlichen Annäherungen geführt. Dennoch will der Betriebsrat sich nicht in einen Streik treiben lassen, fürchtet er doch sonst für den Niedergang der ehemals staatlichen heimischen Airline verantwortlich gemacht zu werden. Die nächsten beiden Tage sollen noch für Verhandlungen genutzt werden.

Die AUA-Führung hat den Kollektivvertrag (KV) für das Bordpersonal gekündigt. Ziel ist es, die AUA-Piloten und Flugbegleiter in den deutlich schlechter bezahlten Kollektivvertrag der Regionalflugtochter Tyrolean zu drängen, entweder durch eine Anpassung des AUA-Kollektivvertrags oder durch den Betriebsübergang der AUA (und der Lauda) auf Tyrolean. Sogar von einer Umgründung der AUA auf Basis von Tyrolean ist die Rede, obwohl Juristen dieses Vorhaben als nicht so einfach umsetzbar einstufen.

Die AUA will morgen, Dienstag, beim Sonderaufsichtsrat das Sparpaket beschließen - am 14. März soll es der Lufthansa präsentiert werden. Die AUA will sich die hohen Pilotengehälter und die im Kollektivvertrag enthaltenen automatischen Vorrückungen ersparen. Allerdings haben nur 338 der 578 AUA-Piloten alte, hoch dotierte Verträge, schreibt "Die Presse". Ihnen stehe bei einer Kündigung durch den Arbeitgeber eine Abfertigung zwischen 30 (bei zehnjähriger Zugehörigkeit) und 39 Monatsgehältern (ab 25 Jahren) zu. Angesichts von Durchschnittsgehältern von 8.000 EUR für Kopiloten und 13.000 EUR für Kapitäne, die nach KV-alt bezahlt werden, ergebe dies Abfertigungen zwischen 250.000 und 500.000 EUR pro Kopf. Die Piloten würden sich überlegen, kollektiv die Übernahme in den Tyrolen-KV abzulehnen und dann Abfertigungen zu beanspruchen. 

Die AUA steht bei ihren Bemühungen unter Druck von ihrer Mutter Lufthansa, die mit dem neuen Sparprogramm "Score" 1,5 Mrd. EUR im Jahr einsparen will. (APA/red)


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Redakteur / Managing Editor

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