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Quallenplage: Bericht zur Lage der Nation
Schlagzeilen über Badeverbote an Italiens Stränden durch Invasionen von Quallen sind derzeit sehr beliebt. Dagegen hält eine von der ENIT durchgeführte Recherche, die folgendes aussagt: An den Urlaubsstränden Italiens wurden derzeit keine Badeverbote aufgrund eines erhöhten Quallenaufkommens erlassen.
Einzige Ausnahme ist der Badeort Fregene in der Provinz Rom, in den übrigen Badeorten Italiens sei die Lage völlig normal.
Das vermehrte Auftreten von Quallen ist eine Reaktion auf hohe Wassertemperaturen, die nach längeren Hitzeperioden auch im westlichen Mittelmeer - nichts Ungewöhnliches ist. Prima Reisen-Geschäftsführer Karl Heinz Sengwein, derzeit auf Inspektionstour in Sizilien, bestätigt diese Meldung. In Taormina und dem beliebten Badeort Giardini Naxos gibt es keine Quallen alle sind mit dem Wasser sehr zufrieden. An nördlicher gelegenen Stränden wurden hingegen im Juli vereinzelt Quallen gesichtet dies jedoch nur an einzelnen Tagen und in Abhängigkeit von den Meeresströmungen.
Es hängt von den Strömungen ab
Berichte über die Ursachen und die nächsten Erscheinungsorte von Quallen seien übrigens mit Vorsicht zu genießen, streicht der ADAC in seinem Reise-Service hervor. Tatsächlich gebe es für Vorhersagen, wo die nächste Qualleninvasion stattfinden wird, keinerlei relevante Untersuchungen. Faktum ist, dass Quallen keinen Strandabschnitt und keine Badebucht gezielt ansteuern können: Trotz ihrer Größe gehören sie zum Plankton und haben kein Eigenschwimmvermögen. Sie werden vielmehr passiv mit der Meeresströmung verdriftet.
Adria und Kalabrien problemlos
Überhaupt kein Thema sind die Schlagzeilen von einer Quallenplage in anderen beliebten Reisezielen Italiens. An den Traumstränden Kalabriens ist von Qualleninvasionen keine Rede, bestätigt Gianpietro Riccio von der Prima Reisen Agentur Giavi Travel: Der aktuelle Stand ist im Moment regulär, also so wie in den letzten Saisonen: keine großen Probleme. Auch von der Adria wird kein außergewöhnliches Auftreten von Quallenschwärmen gemeldet.
Spanien schwerer betroffen
Die Strände Spaniens sind heuer jedoch besonders von Quallenschwärmen betroffen. An der Costa Brava wurden laut dem spanischen Roten Kreuz seit Anfang Juni mehr als 10.000 Menschen nach einem Kontakt mit den Nesselfäden der Leuchtqualle behandelt. Auch auf der Baleareninsel Mallorca wurden im Verlauf des Julis vereinzelt Quallen angeschwemmt; derzeit sei die Lage aber ruhig.
Autor/in:
Dieter Putz
Redakteur / Managing Editor
Dieter ist seit 25 Jahren wichtiger Teil des Profi Reisen Verlag-Teams. Fast jedes geschriebene Wort, das die Redaktion verlässt, geht über seinen Schreibtisch.
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