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ÖRV ortet Diskrepanz im Umgang mit Klimakrise
Der Österreichische Reiseverband (ÖRV) sieht in den Urlaubsbuchungen der ÖsterreicherInnen eine gewisse Widersprüchlichkeit im Umgang mit der Klimakrise.
Von einer "Diskrepanz zwischen Wollen und Tun" sprach die ÖRV-Präsidentin, Eva Buzzi, kürzlich in einer Pressekonferenz: "Es gibt das Interesse an nachhaltigen Reisen, allerdings, dass was die Kolleginnen und Kollegen am Schalter verkaufen, schaut dann wieder ein bisschen anders aus."
Tendenzen einer "Hitzeflucht"
Buzzi sagte auch, dass es erste Tendenzen einer "Hitzeflucht" gebe. So würden Länder in Südeuropa in den Sommermonaten Juli und August "nicht mehr so begeistert gebucht" und wenn möglich auf die Vor- und Nachsaison ausgewichen. Für die Länder am Mittelmeer sei dies positiv, bedeute dies doch eine Verlängerung der Urlaubssaison.
Im Hochsommer hingegen würden Destinationen in Nordeuropa an Interesse gewinnen. "Das merken wir interessanterweise auch im Kreuzfahrtsegment", sagte Buzzi mit Blick auf Kreuzfahrten entlang der Fjorde und in der Ostsee. Aber auch die Sommerfrische in den Bergen Österreichs feiere aufgrund der jährlich wiederkehrenden Hitzesommer eine Renaissance.
Anreise spielt wichtige Rolle
Wichtigster Hebel, um beim Urlaub weniger klimaschädliches CO2 auszustoßen, ist die Anreise. Die Wahl des Verkehrsmittels und die Entfernung zum Heimatort tragen maßgeblich dazu bei, wie klimafreundlich oder klimaschädlich die Reise ist.
2023 fuhren laut Statistik Austria rund 60% der ÖsterreicherInnen mit dem Auto in den Urlaub, 17,5% stiegen in ein Flugzeug, 15,1% nahmen den Zug und 4,7% verreisten per Bus. (APA / red)
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Autor/in:
Julia Trillsam
Redakteurin
Julia Trillsam hat Publizistik- und Kommunikationswissenschaft an der Universität Wien studiert. Jetzt ist sie bereit, die Welt zu bereisen. Je sonniger die Destination, desto schneller sind ihre Koffer gepackt.
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24 März 2026
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