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ÖRV tagt in Linz


Foto: Elo Resch-Pilcik
Tourismusministerin Elisabeth Köstinger eröffnet den 61. ÖRV Frühjahrskongress
Foto: Elo Resch-Pilcik
61. Generalversammlung des ÖRV. v.l. Christian Bruckmüller, Walter Säckl, Eva Buzzi und Ulrike Soukop

Mit der 61. Generalversammlung hat der Frühjahrskongress des ÖRV heute Vormittag in Linz begonnen. 

Mit rund 140 angemeldeten TeilnehmerInnen ist das Interesse am Frühjahrskongress deutlich höher als in vergangenen Jahren. Im Zuge der 61. Generalversammlung präsentierte ÖRV-Präsidentin Eva Buzzi heute, Donnerstag, die Themenschwerpunkte des vergangenen Jahres sowie aktuelle Kennzahlen aus der Touristik.

Nachdem das BIP im ersten Corona-Jahr um 6,6% gesunken war, stieg es 2021 um 4,6%. Die aktuelle Prognose für 2022 mit einem Plus von 3,9% dürfte – ähnlich wie in Deutschland bereits geschehen – noch nach unten revidiert werden. Die Steigerung des VPI (Verbraucherpreisindex) um 2,8% 2021 ist für 2022 mit 5,7% prognostiziert. Diese Teuerung, so Eva Buzzi, trifft die Reisebranche hart. Nicht nur Hotels durch gestiegene Betriebskosten sind betroffen, auch das Produkt von Reisebüros und Veranstaltern wird sich verteuern.

Passagier-Entwicklung 2020 / 2021

2020 verzeichnete der Flughafen Wien einen Rückgang von 57,4% auf 7,8 Mio. Passagiere. 2021 stieg die Zahl der Flugreisenden ab Wien um 33,5% auf 10,41 Mio. Deutlich geringer fielen die Rückgänge bei der ÖBB (ohne Postbus) aus: 2020 sank die Zahl der Bahnreisenden um 40% auf 162 Mio., 2021 stieg sie um 14% auf 185 Mio. Gäste. Am härtesten getroffen war der Kongresstourismus in Wien mit einem Rückgang von 72% auf 1.537 Veranstaltungen. 2021 gab es mit plus 16,3% und 1.788 Veranstaltungen eine leichte Erholung.

Kennzahlen Tourismus weltweit

Weltweit hat inzwischen wieder eine leichte Erholung der internationalen Touristenankünfte eingesetzt, nachdem sie von 1,5 Mrd. 2019 auf 415 Mio. (-72%) 2021 gesunken waren. Im Jänner 2022 hat sich die Anzahl der im Vergleich zu Jänner 2021 mehr als verdoppelt (+130%). Für 2022 rechnet die UNWTO mit 50% des Niveaus von vor der Pandemie.

Kennzahlen Tourismus Österreich

Die Tourismusumsätze der Reisebüros und Veranstalter in Österreich ist von 4,3 Mrd. EUR im Jahr 2019 auf 897 Mio. EUR 2020 gesunken. 2021 gab es mit 1,1 Mrd. EUR eine leichte Erholung. Die Nächtigungen fielen von 152,7 Mio. im Jahr 2019 auf 97,6 Mio. (-35,8%) 2020 und noch weiter auf 79,6 Mio. (-18,6%) 2021. Ca. 7% der Reisebüros haben zugesperrt, wobei die meisten Inhaber sich aus Altersgründen zurückgezogen haben. Ein Thema, das die Branche noch länger beschäftigen wird, ist, dass rund ein Viertel der Mitarbeiter die Touristik – inklusive Hotellerie, Gastronomie – verlassen hat.

Verhaltene Zuversicht für 2022

Während die UNWTO weltweit mit einer Erholung auf 50% des Vorkrisenniveaus rechnet, nennt ÖRV-Präsidentin Eva Buzzi als Ziel für 2022 das Erreichen von 70%. Dafür sprechen ein massiver Nachholbedarf bei Reisen und ein starkes Kurzfristgeschäft. Der aktuell starke Buchungszulauf beschert manchen Anbietern Umsätze, die über 2019 liegen. Die Stimmungslage unter den TeilnehmerInnen ist durchaus zuversichtlich, wenn gleich auch fast alle mit einer neuerlichen Delle im Herbst / Winter rechnen. Spannend bleibt es in jedem Fall. (red.)


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Autor/in:

Herausgeberin / Chefredakteurin

Elo Resch-Pilcik, Mitgründerin des Profi Reisen Verlags im Jahr 1992, kann sich selbst nach 30 Jahren Touristik - noch? - nicht auf eine einzelne Lieblingsdestination festlegen.





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