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EU will Reiseerleichterung für Geimpfte & Genesene


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Der "Grüne Pass" zur Reisefreiheit - Foto: Cryptographer / shutterstock.com

Vom 1. Februar 2022 an sollen für geimpfte und genesene Personen wieder alle EU-Länder einfacher zu bereisen sein – unabhängig von den Inzidenzzahlen im Heimatland.

Die Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) wollen das Reisen für Bürger mit gültigem Corona-Zertifikat - Geimpfte und Genesene - innerhalb der EU wieder einfacher gestalten und haben sich dafür ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: Bereits zum 1. Februar 2022 sollen alle zusätzlichen Einreisehürden, die in den vergangenen Tagen und Wochen von einzelnen Ländern beschlossen wurden, wieder zurückgenommen werden. - Derzeit verlangt etwa Italien für die Einreise von vollständig Geimpften oder Genesenen noch einen zusätzlichen negativen Corona-Test. - Auch das Infektionsgeschehen im Abreiseland soll keine Rolle mehr spielen. Dies ist derzeit bei etlichen Staaten der Fall.

"Zusätzliche Auflagen nicht mehr gerechtfertigt"

"Reisende, die im Besitz eines gültigen digitalen Corona-Zertifikats der EU sind, sollten keinen zusätzlichen Einschränkungen bei der Reisefreiheit unterworfen sein", hieß es in einer Erklärung der 27 Mitgliedstaaten. Dies kommt allerdings nur einer Empfehlung gleich, da die einzelnen EU-Länder bei der Gesundheitspolitik weitgehend selbst das Sagen haben. 

Es sei wichtig, dass "wir in Europa insgesamt grenzenlos mobil bleiben", sagte die deutsche Europa-Staatssekretärin Anna Lührmann (Grüne) am Rande des Ministerrats in Brüssel. Die EU-Kommission rief die Mitgliedsländer auf, den Beschluss umzusetzen, da die Omikron-Variante inzwischen in ganz Europa dominierend sei. Deshalb seien zusätzliche Auflagen nicht mehr gerechtfertigt, da sie "Reisen in der ganzen EU erschwerten", erklärte die Kommission.

Ob die Vereinfachung generell kommen wird, muss also abgewartet werden. Viele Länder müssten ihre Einreiseregeln dann wieder zum Teil radikal umschreiben.

Gültigkeit des Corona-Zertifikats

Ab dem 1. Februar gelten EU-Bürger in der Regel nur noch dann als vollständig geimpft, wenn ihre letzte Dosis höchstens 270 Tage - also rund neun Monate - zurückliegt. Ansonsten wird für ein gültiges Corona-Zertifikat eine Booster-Impfung nötig. Nach Angaben des europäischen Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) sind inzwischen im Schnitt fast 70% der Europäer vollständig geimpft.

Weitere Neuerung: Für Einreisen sollen nicht mehr nur die von der Europäischen Union zugelassenen Impfstoffe anerkannt werden. Stattdessen sollen alle Vakzine möglich sein, welche die Weltgesundheitsorganisation WHO akzeptiert oder die nationale Behörden von EU-Mitgliedern erlauben. Mindestens wären dies die chinesischen Impftstoffe. (APA / red) 


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Autor/in:

Julia Trillsam hat Publizistik- und Kommunikationswissenschaft an der Universität Wien studiert. Jetzt ist sie bereit, die Welt zu bereisen. Je sonniger die Destination, desto schneller sind ihre Koffer gepackt.





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