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AUA: Hoher Verlust, aber Sommerbuchungen ziehen an


Austrian CEO Alexis von Hoensbroech
Die Pandemie hat Austrian Airlines weiterhin fest im Griff. Das Adjusted Ebit im ersten Quartal 2021 liegt bei -106 Mio. EUR. Für den Sommer rechnet das Unternehmen mit steigender Nachfrage.
 

Der Passagierrückgang in den ersten drei Monaten 2021 war um 84% höher als im Vergleichszeitraum 2020. Nur 308.000 Passagiere flogen im ersten Quartal (Q1 2020: 1,9 Mio.) mit der AUA. Der Umsatz sank um 79% auf 61 Mio. EUR (Q1 2020: 287 Mio. EUR). Die Gesamterlöse sanken ebenfalls um 79% auf 65 Mio. EUR (Q1 2020: 304 Mio. EUR). Mit Kurzarbeit und drastischen Kostensenkungsmaßnahmen wurden die Gesamtaufwendungen auf 171 Mio. EUR reduziert, was einem Rückgang von 61% (Q1 2020: 440 Mio.) entspricht. Im Vorjahr wurden im Jänner die Flüge nach China eingestellt; der Flugverkehr dann im März praktisch ausgesetzt. Die Umsätze brachen deutlich schneller ein, als die Kosten gesenkt werden konnten. Lediglich im Frachtbereich gab es noch Einnahmen.

„Bis die volle Kapazität wieder erreicht sein wird, wird es noch dauern. Daher ist es essenziell für das Unternehmen, dass die Kurzarbeit verlängert wird“, betont Alexis von Hoensbroech, CEO Austrian Airlines, in einer virtuellen Pressekonferenz heute Vormittag.

Hoffnung liegt auf dem Sommer

Die starken Reiserestriktionen auf der ganzen Welt sind weiterhin ein hoher Unsicherheitsfaktor. Von Hoensbroech rechnet nicht in absehbarer Zeit mit einer flächendeckenden Aufhebung dieser Restriktionen in Europa. Für den Sommer erwartet von Hoensbroech einen Aufschwung, wenn auch verzögert. „Wichtig ist der Grüne Pass, der ist das grüne Licht“, so der CEO weiter.

Mehrere tausend Buchungen pro Tag

Dass die Österreicher reisen wollen, schlägt sich derzeit bei der AUA mit „mehreren tausend Buchungen pro Tag“ nieder. Daher werden vor allem die touristischen Destinationen bis Juli kontinuierlich aufgestockt. Insgesamt sollen dann mehr als 100 Ziele angeflogen werden. Der Hauptfokus wird auf Griechenland und Zypern, aber auch Italien, Spanien und der Türkei liegen.

45% des Vorkrisenniveaus

Für das Gesamtjahr rechnet von Hoensbroech mit 45% der Kapazität von 2019. Dieser Wert liegt um etwa 5% über dem der Lufthansa, die mit nur 40% kalkuliert. Grund dafür ist, dass die AUA weniger Langstreckenverbindungen und gleichzeitig mehr touristische Ziele als die Lufthansa im Programm hat. Für den Sommer rechnet man bei der AUA mit 50% des Vorkrisenniveaus, für Herbst / Winter dann mit bis zu 70%. (red.)


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Autor/in:

Herausgeberin / Chefredakteurin

Elo Resch-Pilcik, Mitgründerin des Profi Reisen Verlags im Jahr 1992, kann sich selbst nach 24 Jahren Touristik - noch? - nicht auf eine einzelne Lieblingsdestination festlegen.





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