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Tunesien: Restart mit neuer Hotelklassifizierung


Djerba, Tunesien - Foto: Tunesisches Fremdenverkehrsamt
Der Restart im tunesischen Tourismus basiert auf einer neuen Hotelklassifizierung, die sich an internationalen Standards orientiert. 

Tunesien geht davon aus, dass die Anforderungen der Reisenden nach der Pandemie andere sein werden als davor. Als Reaktion auf das gestiegene Bedürfnis nach Nähe zur Natur soll daher künftig neben dem traditionell gut etablierten Badeurlaub, dem Kernprodukt des tunesischen Tourismus, auch die Landschaften und natürliche Attraktionen fernab bekannter Pfade vermarktet werden. Das kündigte der tunesische Tourismusminister Habib Ammar auf einer virtuellen Pressekonferenz im Rahmen der ITB now an.

„Wir werden weiterhin alles dafür tun, den tunesischen Tourismus zu einer der wesentlichen Säulen des Programms für nachhaltigen Tourismus bis 2030 zu machen, wie die UN es festgesetzt hat. Und wir werden den Themen Nachhaltigkeit und Inklusion im gesamten tunesischen Tourismussektor mehr Gewicht geben“, erklärt Tourismusminister Habib Ammar.

Die Zahl der internationalen Einreisen sind 2020 auf 2,012 Mio. gesunken, davon 418.820 aus Europa. 2019 verbrachten noch 9,429 Mio. internationale Gäste ihren Urlaub im nordafrikanischen Land, davon 2,78 Mio. Europäer.

Neue Qualitätsstandards

Die Strategie für den Neustart umfasst neben besonderen Unterstützungsmaßnahmen für den Saharatourismus und der Stärkung nachhaltiger Produktangebote auch ein neues Klassifizierungssystem für Hotels. Die Einteilung reicht von ein bis fünf Sternen, um die Häuser in den Bereichen Servicequalität, nachhaltige Entwicklung und barrierefreies Reisen an internationale Standards anzupassen. Das Projekt für die Neuklassifizierung ist auf drei Jahre angelegt. Im ersten Jahr ist die Teilnahme freiwillig, ab dem vierten wird sie verpflichtend sein.

Neues Gütesiegel

Mit der „Marque qualité tourisme“ hat das Tourismusministerium ein Gütesiegel etabliert, das die internationale Wettbewerbsfähigkeit stärken soll. Die Auszeichnung wird an alternative Unterkünfte, Incoming-Agenturen, besondere touristische Hotspots, besondere Restaurants, Hotels und Boutique-Hotels vergeben. (red.)


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Autor/in:

Herausgeberin / Chefredakteurin

Elo Resch-Pilcik, Mitgründerin des Profi Reisen Verlags im Jahr 1992, kann sich selbst nach 24 Jahren Touristik - noch? - nicht auf eine einzelne Lieblingsdestination festlegen.





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