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D. Tunkel neuer Burgenland Tourismus-Chef


Didi Tunkel, neuer Tourismus-Chef im Burgenland, und LH Peter Doskozil
Der Gründer von Summer Splash wird künftig Burgenland Tourismus leiten.

Didi Tunkel, der Erfinder der Event-Maturareise „Summer Splash“ hat sich unter 13 Bewerbern durchgesetzt. Per 1. September übernimmt er vorerst für fünf Jahre die Leitung von Burgenland Tourismus. Der gebürtige Südburgenländer folgt Hannes Anton, dessen Vertrag vorzeitig aufgelöst wurde und der sich künftig um die Dachmarke Burgenland kümmern soll.

Landeshauptmann Peter Doskozil (SPÖ), der Tunkel heute als den neuen Chef präsentiert hat, möchte Tourismus künftig nicht ausschließlich über Nächtigungszahlen definiert wissen. Das Angebot müsse gleichzeitig weiter entwickelt werden. Derzeit gebe es "ein gesundes Wachsen" im Einklang mit der Natur. Um dieses Bild des Burgenlandes auch über die Grenzen Österreichs hinweg zu zeichnen, brauche es "einen exzellenten, erfahrenen und einen guten Tourismusdirektor, der das als Aufgabe auch lebt", stellte der Landeshauptmann fest.

„Tunkel wird dafür verantwortlich sein, dass das Burgenland sich ausgezeichnet positioniert, dass wir das Burgenland bestens nach außen hin verkaufen und dass wir natürlich mit diesem touristischen Push auch wieder dafür sorgen können, dass .... Wirtschaftswachstum passiert“, erklärt Landeshauptmann Peter Doskozil.

Keine Anzüge, keine politischen Statements

Für Tunkel sei es schön zu sehen, dass „seine grundehrliche Art zu arbeiten Grundlage für seinen neuen beruflichen Lebensabschnitt geworden sei, so der 48-Jährige.

„Wer mich nur als Berufsjugendlichen sieht, kennt mich nicht wirklich. Zum Anzugträger werde ich auch in meinem neuen Job nicht werden, auch politische Statements wird man von mir nicht hören“, betont Didi Tunkel.

Seine Ziele seien, die Mitarbeiter vom Burgenlangdzu begeistern, eine größere Wertschätzung aus dem Tourismus im Burgenland zu ziehen und vielleicht mehr burgenländische Arbeitskräfte im Tourismus zu haben.

Erstes Lebenswerk

Für den Maturareisen-Veranstalter Splashline hatte Tunkel nach 25 Jahren erfolgreicher Tätigkeit Ende Mai Insolvenz angemeldet, da Corona-bedingt alle geplanten Eventreisen abgesagt werden mussten. Den Schritt begründete Tunkel damit, dass die Anzahlungen in Höhe von etwas über 1 Mio. EUR auch ein gesundes Unternehmen wie Splashline nicht verkraften könne, das könne nur über die Insolvenzabsicherung abgedeckt werden. Ihm gehe es vor allem darum, dass die Rückzahlungen an Eltern und Schüler komplett erfolgen sollten, möglichst direkt aufs Konto, erklärte er in damals einer Aussendung.

Tunkel wurde 1972 in Pinkafeld geboren. Nach der Matura an der HAK Oberwart hatte er die Idee eines Reisebüros für Maturanten mit Direktvertrieb in Schulen. 1996 gründete er sein eigenes Reisebüro, die "Dietmar Tunkel GmbH", die er später auf "Splashline" umbenannte. 1999 hatte er die Idee zu "Summer Splash", einer der bekanntesten Maturareisen Europas. 2003 verkaufte er 75% der Anteile an die Columbus-Gruppe. 2015 kaufte Tunkel Splashline, das mittlerweile zu TUI gewandert war, zur Gänze zurück. (APA/red.)


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Autor/in:

Herausgeberin / Chefredakteurin

Elo Resch-Pilcik, Mitgründerin des Profi Reisen Verlags im Jahr 1992, kann sich selbst nach 24 Jahren Touristik - noch? - nicht auf eine einzelne Lieblingsdestination festlegen.





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