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Lufthansa-Rettung droht zu scheitern


Lufthansa Group, nicht im Bild: Brussels und Eurowings
Die angepeilte staatliche Rettung des Lufthansa-Konzerns in der Corona-Krise steht weiter auf der Kippe. Damit ist auch der Fortbestand der AUA erneut ungewiss.

Das 9 Mrd. EUR schwere deutsche Rettungspaket für die AUA-Mutter Lufthansa wackelt. Drei Tage vor der außerordentlichen Hauptversammlung blieb die Strategie des Großaktionärs Heinz Hermann Thiele heute, 22. Juni 2020, weiterhin unklar. Auch in den Verhandlungen mit den Gewerkschaften um Sparbeiträge der Beschäftigten zeichnete sich noch keine Einigung ab. Das österreichische AUA-Rettungspaket wackelt mit.

AUA bleibt zuversichtlich 

Falls in Deutschland das staatliche Rettungspaket für die Lufthansa am Widerstand des Großaktionärs Heinz Hermann Thiele doch noch scheitern sollte, wäre auch der Deal zur Rettung der österreichischen Lufthansa-Tochter AUA gefährdet. "Bei einer eventuellen Ablehnung des vorliegenden deutschen Deals muss man die Situation in Österreich neu bewerten", hieß es aus Regierungskreisen in Wien.

Die AUA selbst gab sich weiter zuversichtlich. "Das österreichische Corona-Hilfspaket ist fertig geschürt und alle Stakeholder inklusive der Lufthansa haben dem Deal zugestimmt", sagte AUA-Sprecher Peter Thier zur APA. Es gebe daher Grund zur Annahme, dass unabhängig von der Lufthansa-Hauptversammlung das Paket in Österreich hält.

Aus dem DAX geflogen

Die Sorgen um das Rettungspaket drückten die Anteile des DAX-Absteigers zwischenzeitlich deutlich um bis zu 9%, im weiteren Tagesverlauf erholte sich der Kurs aber wieder. Heftige Verluste während des Coronacrashs hatten dazu geführt, dass die Papiere des größten Luftverkehrskonzerns Europas ihren Platz im deutschen Leitindex räumen mussten und nun dem MDAX der mittelgroßen Werte angehören.

Verhandlungen über Jobabbau

Das Ringen um Einsparungen beim Personal ging derweil weiter. Unternehmen und Gewerkschaftsvertreter bestätigten nur die Fortsetzung der Verhandlungen am Montag, wollten aber keinen Zeitpunkt für eine mögliche Einigung mehr nennen. Ursprünglich war dieser Montag als Termin avisiert worden, um die Ergebnisse noch vor der Hauptversammlung präsentieren zu können.

(APA / red)


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Foto: privat

Autor/in:

Julia Trillsam hat Publizistik- und Kommunikationswissenschaft an der Universität Wien studiert. Jetzt ist sie bereit, die Welt zu bereisen. Je sonniger die Destination, desto schneller sind ihre Koffer gepackt.





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