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IATA: Corona trifft Luftfahrt noch härter als erwartet


Foto: Maridav / shutterstock.com
Die Auswirkungen von COVID-19 auf die europäische Luftfahrt seien laut IATA noch verheerender als Ende April vermutet. Auch für Österreich wurden die Zahlen noch einmal nach unten korrigiert.

So geht die IATA jetzt davon aus, dass die Zahl der Passagiere im österreichischen Markt 2020 um mehr als 16,5 Mio. unter den Fluggastwerten des Vorjahres liegen wird. Im April hatte der Branchenverband nur ein Passagierminus von 15 Mio. prognostiziert.

Bis zu 76% weniger Passagiere

In den anderen europäischen Ländern ist die Situation nicht besser. Auch hier hat die IATA ihre ursprüngliche Prognose noch einmal nach unten korrigiert. So erwartet die IATA für den deutschen Markt nun ein Minus von 113 Mio. Fluggästen. Im April hatte der Branchenverband "nur" - 103 Mio. prognostiziert. In Spanien werde das Minus am Jahresende bei 124,5 Mio. liegen – und damit noch einmal um 10 Mio. mehr als zunächst vorhergesagt. In Großbritannien dürfte das Minus bei 154 Mio. Fluggästen liegen, prognostiziert war ursprünglich ein Passagierrückgang von 140 Millionen.

Insgesamt liegen die Passagierrückgänge in den 24 untersuchten Ländern im Vergleich zu 2019 laut IATA zwischen minus 55% (Türkei) und minus 76% (Norwegen)

Arbeitsplätze gefährdet

Während die IATA noch im April davon ausging, dass hierzulande 48.500 Arbeitsplätze gefährdet wären, sind es laut aktuellen Daten nun mindestens 52.600 und damit über 4.000 mehr.

Laut IATA-Analyse werden die Fluggesellschaften in Europa 2020 voraussichtlich 21,5 Mrd. USD verlieren, wobei die Passagiernachfrage um mehr als die Hälfte zurückgehen wird. Damit wären allein in Europa zwischen 6 und 7 Mio. Arbeitsplätze, die von der Luftfahrt unterstützt werden, in Gefahr.

Um eine beschleunigte Erholung des Luftverkehrs in Europa zu erzielen, wäre es von entscheidender Bedeutung, staatliche Maßnahmen in den zwei vorrangigen Bereichen zu erreichen:

  1. Ein koordinierter Neustart des Flugverkehrs
  2. Fortsetzung der finanziellen und regulatorischen Unterstützung

Nur damit sei es laut IATA möglich, noch schlimmere Auswirkungen zu vermeiden. (red) 


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Foto: privat

Autor/in:

Julia Trillsam hat Publizistik- und Kommunikationswissenschaft an der Universität Wien studiert. Jetzt ist sie bereit, die Welt zu bereisen. Je sonniger die Destination, desto schneller sind ihre Koffer gepackt.




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23 September 2020


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