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ÖVT erwartet Ergebnis für die Reisebranche spätestens bis Ende Mai


Phillies Ramberger
Der ÖVT liefert ein kurzes Update zu den von ihm von den Bundesregierung geforderten Maßnahmen.

Generell begrüßt der ÖVT das Bemühen der Bundesregierung und bedankt sich auch für den Dialog – besonders mit dem Finanzministerium und der Wirtschaftskammer. Selbst Bundeskanzler Kurz erwähnt die Herausforderungen der Branche. Nicht abspeisen lässt sich ÖVT-Präsidentin Phillies Ramberger mit den noch kleinen Verbesserungen wie die jetzt beschlossene Erweiterung des Corona Hilfsfonds, in dem Personalkosten für die Bearbeitung von Stornokosten mit dem Fixkosten-Zuschuss ab 20.05.20 eingereicht werden können. Denn, so Ramberger, all dies sei keineswegs ausreichend für die Reisebranche!

Die Forderungen

Der ÖVT listete am 13.05.20 nochmals die von den Ministerien geforderten Maßnahmen auf:
• 664 Anträge zur ÖVT-Initiative „Schutzschirm für die österreichische Reisewirtschaft“ wurden bereits Ende März an das Ministerium verschickt
• Seit 21.03.20 wurde vom ÖVT dieser Schutzschirm gefordert – es wurde nicht darauf reagiert
• Gutschein Lösung: es wurde nicht darauf reagiert
• Seit drei Wochen Anfragen für „nicht rückzahlbaren Zuschuss“ für abgesagte Reisen (lt. Antwort v. Ministerium fließt es in die Überlegungen ein)
• Überbrückungskredite – egal ob über AWS oder ÖHT oder OeKB, ein Großteil der Kredite ist noch immer nicht geflossen
• Zahlreiche weitere Maßnahmenpakete wurden vom ÖVT vorgeschlagen. Unermüdlich gab es Schriftverkehr und Telefonate.

Erklärung für die Ministerien

Der ÖVT erklärt den Ministerien die Lage: Die Reisebüro-Branche verfügt über große Umsätze, aber sehr geringe Margen. Unternehmen, die Rücklagen bilden konnten, haben sich das durch Jahre mühsam erarbeitet, um einzelne Ausfälle bedienen zu können! Die Reisefreiheit kann zum jetzigen Zeitpunkt niemand ohne Glaskugel zeitlich benennen. Selbst im besten Fall, wenn die Buchungssaison mit Herbst durchstartet, wird es voraussichtlich 1,5 bis 2,5 Jahre dauern, bis der Stand von 2019 erreicht ist. Es gilt daher JETZT gesunde Unternehmen nicht ins Verderben zu stürzen und deren Existenz mittelfristig zu verspielen.

 

Lösung hoffentlich in Kürze

Ramberger argumentiert: Wir haben die strengsten Gesetze was Zahlungen an die Kunden betrifft und werden regelmäßig mit Ausfällen konfrontiert: Aschewolke, Terroranschläge, Airline Insolvenzen, usw. Jedes Mal sind wir verpflichtet, alle Kundengelder zur Gänze (egal ob die Gelder von Fluglinien oder Hotels rückfließen oder nicht) auszuzahlen. Dafür versucht jedes Unternehmen Rücklagen zu bilden. Bei der jetzigen Auflage für den Überbrückungskredit sind die Unternehmen verpflichtet, das „Tafelsilber“ zur Gänze zu verklopfen, bevor man diesen Kredit in Anspruch nehmen kann. Spätestens beim nächsten „Ausfall“ landet der Betrieb in der Abwärtsspirale. Ein langsames Ausbluten und Hinauszögern des wirtschaftlichen Todes ist die Folge, eine ev. Pleitewelle wird lediglich zeitversetzt, sowie Verlust der Arbeitsplätze und Entgang der zukünftigen Steuer-Einnahmen.

„Wir sind der Berufsverband für mittelständische Reiseunternehmen und den Mitgliedern gegenüber zu Antworten und Lösungen verpflichtet. Wir wissen, dass die zuständigen Ministerien mit Hochdruck an einer Lösung arbeiten, die nun hoffentlich in Kürze präsentiert wird“, fasst Ramberger zusammen. (red.)

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Autor/in:

Herausgeberin / Chefredakteurin

Elo Resch-Pilcik, Mitgründerin des Profi Reisen Verlags im Jahr 1992, kann sich selbst nach 24 Jahren Touristik - noch? - nicht auf eine einzelne Lieblingsdestination festlegen.





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