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schauinsland: Die ersten Krisenwochen in Zahlen


Gerald Kassner, Geschäftsführer und Inhaber schauinsland-reisen - Foto: schauinsland-reisen
Nach einem Monat globaler Reisewarnung gibt der Duisburger Veranstalter schauinsland-reisen Einblick in die Arbeit der vergangenen Wochen. Zahlen inklusive.

Seit 17. März warnt das Deutsche Auswärtige Amt vor allen nicht notwendigen touristischen Reisen ins Ausland. Die drastischen Einschränkungen treffen schauinsland-reisen, ein Familienunternehmen mit 100-jähriger Geschichte, hart. Mehr als 50.000 Gästen mussten koordiniert und schnellstmöglich zurückgeholt werden, alle Buchungen zwischen dem 18. März und 30. April mussten über die Absage ihrer Reise informiert werden, die Reisekosten dieser 130.000 Kunden zurückerstattet werden. Inzwischen hat schauinsland alle Reisen bis 3. Mai abgesagt.

24/7 im Einsatz

Täglich wurden in den vergangenen Wochen 10.000 Email-Anfragen beantwortet und mehr als 3.000 Telefonate geführt. Da viele Reisende in anderen Zeitzonen unterwegs waren, war das schauinsland-Team 24/7 im Einsatz. Die Mitarbeiter im Verwaltungsbereich werden ab Mai in 50% Kurzarbeit gehen.

„Als Inhaber und Geschäftsführer ist es mir wichtig und ein persönliches Anliegen, Arbeitsplätze zu erhalten und mit allen Mitarbeitern gemeinsam durch diese Krise zu gehen“, so Gerald Kassner, Geschäftsführer von schauinsland-reisen.

Der Veranstalter ist für seine geringe Mitarbeiterfluktuation bekannt. Viele im Team haben das Unternehmen vom kleinen Familienbüro mit 50.000 Gästen zu einem der größten Veranstalter weltweit mit mehr als 1,3 Mio. Gästen pro Jahr begleitet.

70 Mio. EUR Rückerstattung

Trotz bester wirtschaftlicher Solidität ist die nie dagewesene Krise ein enorme Herausforderung für den konzernunabhängigen Veranstalter.

„Allein für die sechswöchige Reisewarnung von Mitte März bis Ende April müssen wir 130.000 Kunden 70 Millionen Euro zurückerstatten, hinzu kommt ein hoher einstelliger Millionenbetrag für die außerplanmäßige Rückholung von 50.000 Gästen“, berichtet Kassner.

Einhergehend mit der globalen Reisewarnung und dem frühzeitigen Abbruch des Urlaubs, habe das Unternehmen zudem innerhalb von 14 Tagen so viele Kulanzanfragen erhalten wie sonst in 18 Monaten.

Zuversichtlich in die Zukunft

Trotz der aktuellen Ausnahmesituation blicken Kassner und sein Team zuversichtlich in die Zukunft. Das Winterprogramm 20/21 ist weitgehend abgeschlossen, die Kataloge sollen Ende Mai erscheinen, vieles ist bereits buchbar. „Die ersten und somit sehr frühen Buchungseingänge zeigen uns, dass die Menschen reisen möchten und dass viele urlaubsreif sind“, erklärt Kassner. Die ersten Ziele für den Sommer 2021 sind bereits angelegt, die Kataloge sollen Anfang Oktober erscheinen, der Buchungsstart jedoch deutlich früher erfolgen. (red.)


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Autor/in:

Herausgeberin / Chefredakteurin

Elo Resch-Pilcik, Mitgründerin des Profi Reisen Verlags im Jahr 1992, kann sich selbst nach 24 Jahren Touristik - noch? - nicht auf eine einzelne Lieblingsdestination festlegen.





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