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Flughafen Wien / AUA: Rochaden beim Groundhandling


Flughafen Wien
Nachdem Austrian Airlines im Zuge ihrer Strategieanpassung auch die Drittleistungen evaluiert hat, mussten sich einige Carrier neue Abfertigungspartner am Flughafen Wien suchen.

Die Vorgeschichte dürfte größtenteils bekannt sein. Der Boom der Low Cost Carrier am Flughafen Wien hat Austrian in Bedrängnis gebracht. Nach sechs positiven Jahresbilanzen musste das Unternehmen im Herbst des Vorjahres seine Maßnahmen verschärfen und weitere Einsparungen einleiten. Stark unter die Lupe genommen wurde dabei das Drittgeschäft, die Abfertigung von Fluglinien am Airport. Dem Vernehmen nach sollen einige Verträge keinen Ertrag gebracht haben, sodass die Konditionen angepasst wurden, um kostendeckend bzw. profitabel arbeiten zu können. Edward Ho, Country Manager Austria von EVA Air, spricht von einer Verdoppelung der Kosten. Ein anderer Airliner, der nicht namentlich genannt werden wollte, von 80% höheren Preisen.

Wechsel zu AAS und VIE

Als Reaktion auf die neue Kostenstruktur haben EVA Air, China Airlines, Royal Jordanian und Tarom beim Check-in und beim Ramphandling zu den Diensten des Vienna Airport Handling Services gewechselt. Emirates setzt künftig, ab 1. April, beim Check-in auf AAS, an der Rampe ebenfalls auf den Flughafen. Austrian treu geblieben sind u.a. ANA, Korean Air, Air China, Bulgaria Air, Montenegro Airlines oder Bulgarian Air Charter.

„Im Rahmen des aktuellen Strategieprogramms hat Austrian Airlines auch die Abfertigung von Drittkunden einer kritischen Prüfung unterzogen. Die entsprechende Berechnungsgrundlage wurde dabei umgestellt. Im November haben wir unsere Drittkunden über diese Umstellung informiert und dann auch Verhandlungen begonnen. Viele Drittkunden (z.B. ANA, Korean) sind geblieben, mit anderen wie beispielsweise Emirates, China Airlines, Eva Air, Royal Jordanian oder TAROM haben wir unsere Geschäftsbeziehung aufgelöst,“ heißt es in einer Stellungnahme von Austrian Airlines gegenüber tip-online.

Dass der Wechsel einiger Airline-Partner zu anderen Anbietern mit einem Stellenabbau bei den Beschäftigten am Boden einhergehe, will Austrian nicht eindeutig bestätigen.

„Die Reduktion im Drittkundengeschäft löst unmittelbar keinen Mitarbeiterabbau aus. Wir können diese Änderung durch die natürliche Fluktuation abdecken,“ verlautet aus der AUA-Pressestelle. AAS, Airline Assistant Switzerland, hat mit Anfang 2020 Kunden und Mitarbeiter von Celebi Ground Services übernommen, die das Ausschreibungsverfahren des BMVIT verloren hatten. (Red.)


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Autor/in:

Herausgeberin / Chefredakteurin

Elo Resch-Pilcik, Mitgründerin des Profi Reisen Verlags im Jahr 1992, kann sich selbst nach 24 Jahren Touristik - noch? - nicht auf eine einzelne Lieblingsdestination festlegen.





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