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Boeing-Absturz: Crew befolgte alle Vorgaben
Ein vorläufiger Untersuchungsbericht ergab, dass die Besatzung der in Äthiopien abgestürzten Boeing 737 Max alle Vorgaben des Herstellers befolgte.
Bei dem Absturz der Maschine der Ethiopian Airlines kamen alle 157 Menschen an Bord ums Leben. Unter den Opfern waren drei Ärzte aus Oberösterreich, die beruflich nach Sansibar unterwegs waren, sowie eine kenianische Doktorandin der BOKU Wien. Zudem kamen zahlreiche Mitarbeiter der Vereinten Nationen ums Leben
Überprüfung des Steuerungssystems
„Ein vorläufiger Untersuchungsbericht zu dem Unglück ergab, dass die Crew alle Vorgaben des Flugzeugherstellers befolgte, das Flugzeug aber nicht unter Kontrolle bekam“,so die äthiopische Transportministerin Dagmawit Moges.
Ermittler fanden Anzeichen dafür, dass die Nase der Maschine nach unten gedrückt wurde, sagte Dagmawit. Das Flugsteuerungssystem soll nun gründlich geprüft werden. Auch Luftfahrtbehörden müssen das System untersuchen, bevor die Maschine des Typs wieder fliegen könne.
Boeing und FAA unter Druck
Der Absturz unweit von Addis Abeba hat den US-amerikanischen Flugzeughersteller Boeing und die US-Luftfahrtbehörde FAA stark unter Druck gebracht. Im Fokus steht vor allem eine umstrittene Steuerungssoftware, die bereits beim Crash einer baugleichen Boeing in Indonesien als eine mögliche Ursache gilt, bei dem Ende Oktober 189 Menschen starben.
Nicht nur Boeing, auch die FAA steht nach den beiden Abstürzen massiv in der Kritik. Die Behörde wird verdächtigt, bei der Zertifizierung der 737 Max ein Auge zugedrückt zu haben, wichtige Teile der Sicherheitsprüfungen wurden dem Konzern selbst überlassen. (APA / red)
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Autor/in:
Julia Trillsam
Redakteurin
Julia Trillsam hat Publizistik- und Kommunikationswissenschaft an der Universität Wien studiert. Jetzt ist sie bereit, die Welt zu bereisen. Je sonniger die Destination, desto schneller sind ihre Koffer gepackt.
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