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VKI: Internet - nicht immer das günstigste Angebot
"Konsument" hat die Übernachtungspreise und die Benutzerfreundlichkeit bei fünf Portalen, Booking.com, Expedia.de, Hotel.de, HRS.de und Tiscover.at, erhoben. Ergebnis: Die günstigste Buchungsplattform gibt es nicht, wie Franz Floss, Geschäftsführer des Vereins für Konsumenteninformation, berichtete.
Keine Plattform habe sich in allen Bereichen als die günstigste herausgestellt. Man muss sich schlau machen, so Floss. Angebote für Single-Reisende seien am leichtesten zu eruieren, am schwierigsten jene für Familien. So seien Buchungsformulare insgesamt zu wenig flexibel, was die Unterbringungsmöglichkeiten für Kinder betrifft. Auch die Preisunterschiede seien extrem. "Portale können zwar als wertvolle Informationsbasis dienen. Um Urlaubsgeld zu sparen, sollte man aber unbedingt mehrere Portale vergleichen und zusätzlich eine Direktanfrage beim Hotel stellen. Besonders außerhalb der üblichen Reisezeiten und bei Last-Minute-Anfragen kann man bei direkten Anfragen einiges herausholen", rät VKI-Finanzexperte Bernd Lausecker.
Georg Mentschl, Leiter des beim Verein für Konsumenteninformation angesiedelten Europäischen Verbraucherzentrums (EVZ) in Wien rät zu Vorsicht bei Reisebuchungen im Internet: "Sie sind zwar praktisch, aber nicht ohne Tücken. Denn mit einem einzigen Mausklick kommt bereits ein gültiger Vertrag zustande. Besonders bei Online-Buchungsplattformen wird oft auch irrtümlich angenommen, dass die Portale Ansprechpartner bei Reklamationen sind. Sie sind aber - wie das ,normale Reisebüro - nur Vermittler." Vorsicht sollte man auch bei Schnäppchen walten: So manch verlockende Angebote seien mit Buchungsrestriktionen verbunden und oft nicht stornierbar. Zudem sind die Stornobedingungen laut Mentschl innerhalb der Plattformen oft stark unterschiedlich, da sie oft nicht vom vermittelnden Portal abhängig sind, sondern meist von dem Leistungserbringer (z. B. dem Hotel) bzw. dem Land, in dem sich das Hotel befindet. "Die gerade gültigen Stornobedingungen daher sorgfältig lesen, ausdrucken und aufbewahren, ehe man zugreift", empfiehlt er.
Betont wurde auch, dass man es bei individuell selbst zusammengestellten Reisepaketen im Gegensatz zur Pauschalreise - meist mit mehreren Vertragspartnern zu tun. Nicht das Online-Portal ist bei Problemen und Mängeln Ansprechpartner, sondern das jeweilige Hotel etc. bei dem gebucht wurde. Wie das Reisebüro sei das Portal nur Vermittler.
Bei der Zahlung mit Kreditkarte sei darauf zu achten, dass die Verbindung gesichert ist. Bei einer soliden Grundausstattung mit Haftpflicht- und privater Unfallversicherung seien die bei Kreditkarten inkludierten Versicherungen außerdem im Normalfall ausreichend. Viele Kreditkarten-Versicherungsleistungen werden aber nur dann erbracht, wenn die Kosten nicht bereits von einer anderen Versicherung übernommen werden. (red)
Autor/in:
Dieter Putz
Redakteur / Managing Editor
Dieter ist seit 25 Jahren wichtiger Teil des Profi Reisen Verlag-Teams. Fast jedes geschriebene Wort, das die Redaktion verlässt, geht über seinen Schreibtisch.
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