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IATA: Handelskonflikte bremsen Wachstum im Luftverkehr
Handelskonflikte und eine schwächere Nachfrage dämpfen die Wachstumserwartungen der Passagierluftfahrt weltweit. Der internationale Airline-Verband IATA senkte am Montag seine Prognose auf dem Jahrestreffen in Neu-Delhi.
Die Zahl der Passagiere werde zwar um 4% auf 4,99 Mrd. klettern und damit ein neues Rekordhoch erreichen, im Dezember hatte IATA allerdings 5,22 Mrd. Fluggäste erwartet. Daher trifft auch eine andere Prognose nicht ein: Der Umsatz dürfte 2025 unterhalb einer Billion Dollar bleiben. Der Luftverkehrsverband erwarte 979 Mrd. USD (863 Mrd. EUR), ein Plus von nur noch 1,3% gegenüber dem Vorjahr. Den Gewinn taxiert die Branche jetzt auf 36 Mrd. USD (Vorjahr: 32,4 Mrd. USD) und damit 600 Mio. weniger als ursprünglich erwartet.
Dünner Gewinn-Puffer
„Ein Gewinn von 36 Milliarden Dollar ist beachtlich. Aber das entspricht nur 7,20 Dollar pro Passagier und Segment", sagte IATA-Generaldirektor Willie Walsh. Dies sei ein dünner Puffer gegen künftige Nachfrageschocks oder Steuern, da die Branche nach der starken Erholung des Luftverkehrs von der Pandemie zu normalen Bedingungen zurückkehre.
Lieferverzögerungen inakzeptabel
Die US-Zollpolitik unter Präsident Donald Trump schürt die Sorge über eine Wirtschaftskrise und verunsichert viele Verbraucher in den Vereinigten Staaten. Außerdem hemmen Verzögerungen bei der Auslieferung neuer Flugzeuge das Wachstum des Flugangebots und verursachen höhere Kosten, weil ältere Maschinen mit höherem Spritverbrauch und Wartungsbedarf länger geflogen werden. Die Verzögerungen bei den Flugzeugbauern Boeing und Airbus nannte Walsh völlig inakzeptabel. „Das hat alle frustriert, insbesondere die Fluggesellschaften", sagte er der Nachrichtenagentur Reuters.
Die steigenden Importzölle weltweit werden die Einnahmen aus der Luftfracht drücken. Die IATA rechnet hier mit 4,7% Rückgang auf 142 Mrd. USD. Entlastung bei den Kosten verschaffen die gesunkenen Ölpreise. Die Gesamtausgaben der Branche werden für heuer auf 913 Mrd. USD prognostiziert - das wäre ein Anstieg um 1% zum Vorjahr, ist aber weniger als zuvor prognostiziert mit 940 Mrd. USD. (APA/red)
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Autor/in:
Dieter Putz
Redakteur / Managing Editor
Dieter ist seit 25 Jahren wichtiger Teil des Profi Reisen Verlag-Teams. Fast jedes geschriebene Wort, das die Redaktion verlässt, geht über seinen Schreibtisch.
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