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Aserbaidschan: Feuer-Berg, stiller See und Steinzeit-Zeichnungen


Video Reportage aus Baku

VIDEO & EXPERTEN-TIPPS - Rajchlreist.tv on tour durch Aserbaidschan mit tip-online.at. Warum das weitgehend unbekannte Land zwischen Kaukasus und Kaspischem Meer enormes Potential als Reise-Destination hat.
2. Teil: Spannende Tagesausflüge von Baku zu Naturschätzen und Kunstjuwelen


Gerade erst von seiner Drehreise aus Aserbaidschan zurückgekehrt, berichtet Reise- und Videojournalist Claudius Rajchl (RAJCHLREIST.tv) im 2. Teil seiner Serie von wundersamen Natur- und Kulturschätzen, die nur wenige Kilometer von der Hauptstadt Baku entfernt sind und daher einfach und bequem bei Tagesausflügen zu besichtigen sind:

Aserbaidschan ist ungefähr so groß wie Österreich, und auch die meisten Straßen sind in ähnlich guter Qualität wie hierzulande. Rund um die Hauptstadt Baku existiert außerdem ein modern ausgebautes Autobahn-Netz, über das wir einige der spannendsten Highlights des Landes bequem in Form von Tagesausflügen besucht haben.

Feuerberg und Feuertempel

Wir starten unsere Entdeckungstour auf der Halbinsel Abscheron, auf der auch Baku liegt, mit einer buchstäblich heißen Sehenswürdigkeit – der Rekonstruktion des Ateschgah Tempels. Hier dürften ab dem 17. Jahrhundert Anhänger des Religionsstifters Zarathustra das Feuer verehrt haben, das hier aufgrund des Erdgas-Vorkommens gebrannt hat. Später fanden hier bis zum 19. Jahrhundert Inschriften zufolge hinduistische Rituale statt. Außerdem diente die Anlage auch als Karawanserei (Herberge).

Heute ist der Feuertempel ein eindrucksvolles Freilicht-Museum, das in animierten Videos die Geschichte der Tempelanlage zeigt.

Echtes natürliches Feuer brennt dagegen ein paar Kilometer entfernt in Yanardag – dem Feuerberg. Am Fuße eines Hügels lodern hier unentwegt heiße Flammen, die bis zu drei Meter hoch werden können. Das Naturphänomen ist touristisch bestens erschlossen – mit einer „Zuschauertribüne“, von der aus man das Naturschauspiel aus sicherer Entfernung beobachten und einem Café zur Stärkung. Wir wagen uns nahe an die Flammen heran. Sehr beeindruckend, einen Berg brennen zu sehen.

Weltkulturerbe Qobustan: Felszeichnungen aus der Steinzeit 

Eines der spektakulärsten Zeugen menschlicher Frühgeschichte besuchen wir 60 Kilometer südwestlich von Baku: Im Qobustan-Nationalparkwurden beeindruckende Felszeichnungen aus der Steinzeit entdeckt, die durch Erosion zum Vorschein kamen. 5.000 bis 20.000 Jahre sind diese Kunstwerke der frühen Menschheit alt. Die Felsen von Qobustan und die umliegende Steppenlandschaft dienten offenbar als Winterquartier. Der Nationalpark wurde daher zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt. Für eine kleine Wanderung durch die bizarre Felslandschaft sollten Sie festes Schuhwerk und genügend Zeit mitbringen. Ein Museum gibt Einblicke in die Bedeutung der Funde – und vom Gelände hat man einen wunderbaren Weitblick bis zum Kaspischen Meer.

Erdgas-Phänomen Schlammvulkane

Unweit der Felsenzeichnungen von Qobustan wartet ein weiteres Naturphänomen auf uns: Schlammvulkane. Es blubbert und brodelt aus kegelförmigen Trichtern, und einmal mehr ist für dieses Naturschauspiel das Erdgas-Vorkommen verantwortlich.

Shamakhy: Purer Luxus am „Stillen See“

Schließlich führt uns unsere Aserbaidschan-Reise in den beschaulichen Ort Shamakhi, etwa 120 Kilometer nordwestlich von Baku. Was für ein Kontrast zur quirligen Metropole! Wir besuchen Juma, die erste Moschee Aserbaidschans. Sie wurde im Jahr 743 errichtet und gilt als die zweitälteste im gesamten Kaukasus. Sehr beeindruckend sind die Deckenmalereien im Innenraum der Moschee.

Schließlich erreichen wir den idyllischen „Stillen See“. Hier befindet sich das luxuriöse Hotel Sakit Gol (Silent Lake Hotel), bestehend aus einem gediegen eingerichteten Haupthaus und mehreren Bungalows. Die Zimmer sind äußerst komfortabel ausgestattet, viele mit Blick auf den See, das Frühstück ist üppig, und im Restaurant kann man Fisch und andere typisch aserbaidschanische Spezialitäten genießen. Dazu etwa lokales Bier oder hervorragende aserbaidschanische Weine. Es gibt ein Wellness-Center, Outdoor-Pools, ein kleines Café auf dem See. Man kann beim Angeln sein Glück versuchen, Radfahren oder einfach zu Fuß die in der Tat sehr stille Umgebung erkunden.

Uns dient dieses Top-Hotel aus Unterkunft, um die kommenden Tage weitere Highlights im Nordwesten Aserbaidschans zu erkunden.

Weitere Infos: azerbaijan.travel

Nächste Woche im dritten Teil der Rajchlreist.tv-Serie Aserbaidschan: Prächtige Paläste, köstlicher Wein und Spuren deutscher Siedler im Nordwesten des Landes.

Zum Nachschauen: 1. Teil – Baku – die unterschätzte Metropole 


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Foto: Traveltv.at

Autor/in:

Claudius ist Reise- und Videojournalist sowie Geschäftsführer seines Unternehmens traveltv.at. Ursprünglich im klassischen Print-Journalismus daheim, realisiert er neben Stories, Videos und Insider-Tipps auch kreative Content- und Kampagnen-Ideen mit Partnern wie dem Profi Reisen Verlag, oruvision und anderen Medienpartnern. Motto seines Unternehmens: „Wir bewegen Reiseträume. Im Mittelpunkt steht der Mensch und seine Kunst, seine Träume zu leben.“





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