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EU-Kommission berät über neue Reiseempfehlungen


Foto: Gustavo Frazao / shutterstock.com
Die Europaminister beraten am heutigen Dienstag in Brüssel zu den Themen Corona, Migration und Energiepreise. Voraussichtlich am Mittwoch sollen aktualisierte Reise-Empfehlungen vorgelegt werden.

Nachdem einige EU-Staaten angesichts rasant steigender Coronavirus-Infektionszahlen ihre Maßnahmen verschärften, wächst die Sorge vor Reisebeschränkungen. Die EU-Kommission fürchtet einen Fleckerlteppich und will voraussichtlich am Mittwoch eine Aktualisierung der Reise-Empfehlungen vorlegen. Darin soll laut Medien der Umgang mit Auffrischungsimpfungen geregelt sein. Europaministerin Karoline Edtstadler (ÖVP) und ihr EU-Kollegen beraten zur Pandemie am Dienstag in Brüssel.

Diskussion über Booster-Shot

In der vierten Welle setzen einige EU-Staaten, darunter Österreich, auf den sogenannten Booster-Shot. So ist in Österreich eine Auffrischungsimpfung nach einer bestimmten Zeit notwendig um den Status der Vollimmunisierung beizubehalten und in Frankreich gelten über 65-Jährige ab Mitte Dezember nur mehr mit einem Booster-Shot als vollständig geimpft.

Dagegen bangen seit der Einführung der 2G-Regel in Österreich die Niederländer um ihren Skiurlaub. Der Grund: Beim Vakzin von Johnson & Johnson muss in Österreich bis 2. Jänner ein zweiter Stich vorgewiesen werden. In den Niederlanden sind fast 850.000 Personen mit dem Janssen-Vakzin geimpft, eine Booster-Impfung wird derzeit aber noch nicht angeboten.

In diesem Zusammenhang wird der Ruf nach einer europäischen Harmonisierung immer lauter. So forderte zuletzt der griechische Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis die EU-Kommission ausdrücklich auf, eine Auffrischungsimpfung müsse binnen sechs Monaten nach der letzten Dosis verabreicht werden, damit das digitale Covid-Zertifikat ("Grüner Pass") gültig bleibe.

EU fürchtet erneuten Fleckerlteppich 

Das könnte auch Auswirkungen aufs Reisen haben. Reiserestriktionen sind Kompetenz der Mitgliedstaaten, die EU-Kommission kann aber rechtlich nicht-bindende Empfehlungen vorschlagen. Demnach gilt derzeit in der EU, dass geimpfte Personen im Besitz des derzeitigen EU-Covid-Passes auf Reisen von der Testpflicht und von Quarantänemaßnahmen befreit werden sollen, falls die Zweitimpfung mit einem für die gesamte EU zugelassenen Corona-Impfstoff 14 Tage zurückliegt. Das Zertifikat für Genesene verliert 180 Tage nach einem positiven PCR- oder Antigentest seine Gültigkeit.

Corona, Migration und Energiepreise 

Ebenfalls auf der Agenda der Europaminister am Dienstag steht die Vorbereitung des Gipfels der 27-Staats- und Regierungschefs Mitte Dezember in Brüssel. Zentrale Themen des EU-Gipfels werden wenig überraschend die Coronavirus-Krise sein, die nach wie vor steigenden Energiepreise sowie die Migrationskrise an der belarussisch-polnischen Grenze. Die Europaminister debattieren zudem über den EU-Erweiterungsprozess sowie die Beziehungen zu Großbritannien. (APA / red) 


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Redakteurin

Julia Trillsam hat Publizistik- und Kommunikationswissenschaft an der Universität Wien studiert. Jetzt ist sie bereit, die Welt zu bereisen. Je sonniger die Destination, desto schneller sind ihre Koffer gepackt.





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