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Royal Caribbean Group: Netto-Null-Emissionen bis 2050


Foto: Tourismus-Service Langeoog, Andreas Falk
Mit der Dekarbonisierungs-Strategie "Destination Net Zero" möchte die Royal Caribbean Group noch mehr Verantwortung übernehmen und das Thema Nachhaltigkeit im gesamten Unternehmen verankern.

In den nächsten 18 bis 24 Monaten wird die Royal Caribbean Group Ziele entwickeln, die durch die Science Based Targets Initiative (SBTi) anerkannt werden, die erste derartige Zusage für die Kreuzfahrtbranche. Wissenschaftsbasierte Vorgaben zeigen den Unternehmen, um wie viel und wie schnell sie ihre Treibhausgase reduzieren müssen, um die globale Erwärmung zu begrenzen. Auf dem Weg zu Netto-Null werden wichtige Meilensteine entscheidend sein, um Fortschritte zu erzielen.

Vom Hybrid- zum Netto-Null-Kreuzfahrtschiff

Einer der ehrgeizigsten Meilensteine ist die Auslieferung eines Netto-Null-Kreuzfahrtschiffs bis 2035. Um diese Ambitionen zu erreichen, setzt das Unternehmen auf starke Partnerschaften mit Regierungen, Zulieferern und Werften, um alternative und zugängliche Kraftstoffe und Technologien zu entwickeln. Dank optimiertem Rumpfdesign und System-Upgrades, zum Beispiel bei Klimaanlagen, die 30 bis 40 Prozent weniger Energie verbrauchen, hat die Royal Caribbean Group durchweg eine neue Generation von Schiffen geliefert, die 20 bis 25 Prozent effizienter als ihre Vorgänger sind. Nach dem „Project Evolution“ von Silversea Cruises – dem ersten Hybrid-Schiff der Kreuzfahrtindustrie, das im Sommer 2023 in Dienst gestellt werden wird – und dem eigenen Windpark im US-Bundesstaat Kansas, der bis zu 12 Prozent der von den Schiffen ausgestoßenen Treibhausgase kompensiert, setzt die Royal Caribbean Group bereits ihre Destination Net Zero-Strategie um, um die Entwicklung emissionsreduzierender Technologien und alternativer Kraftstofflösungen voranzutreiben.

Destination Net Zero umfasst vier zentrale Punkte:

  • Die Modernisierung der globalen Markenflotte durch die Einführung von 13 neuen energieeffizienten und alternativ betriebenen Schiffen, darunter das kürzlich angekündigte „Project Evolution“ – das erste Schiff, das seine Energie im Hafen emissionsfrei aus Brennstoffzellen bezieht und so die komplette Energieversorgung des Schiffes während der Liegezeit in Häfen möglich wird. 
  • Investitionen in energieeffiziente Programme für die Flotte, einschließlich energiesparender Technologien, verbesserter Datensysteme und Digitalisierung.
  • Forschung und Entwicklung zum Einsatz alternativer Kraftstoffe und Energien
  • Verbesserung von Lieferketten an Land

Save the Waves

Das Programm der Royal Caribbean Group zur Reduzierung ihres ökologischen Fußabdrucks begann vor fast 30 Jahren mit „Save the Waves“ – einem Projekt, das die Meere und Ökosysteme schützen soll. So soll Abfall nicht nur reduziert, sondern nach Möglichkeit wiederverwendet und recycelt werden. Zudem soll Umweltverschmutzung vermieden werden, indem nichts über Bord geworfen wird. Außerdem arbeitet das Unternehmen permanent daran, seine Umweltbilanz über die gesetzlichen Vorschriften hinaus zu optimieren. Im Jahr 2016 ging das Engagement der Gruppe sogar noch weiter, indem sie eine Partnerschaft mit dem WWF einging. Mit dem Ziel, die Gesundheit der Ozeane langfristig zu gewährleisten und die Vision einer nachhaltigeren Kreuzfahrt zu erfüllen, hat die Royal Caribbean Group ehrgeizige Ziele für 2020 festgelegt.

Anfang dieses Jahres gab das Unternehmen bekannt, dass es seine Ziele erreicht oder übertroffen hat – mit Ausnahme eines Ziels, das mit dem Reise- und Transportstopp aufgrund der Pandemie zu tun hat: die nachhaltige Beschaffung von Meeresfrüchten. Dieses Ziel wird jetzt voraussichtlich bis 2022 erreicht. (red)


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Sandra Zurek

Autor/in:

Nach 10 Jahren ist Sandra Zurek zum Profi Reisen Verlag zurückgekehrt und zeichnet aktuell neben Vermarktung und Medienkooperationen auch für Redaktion verantwortlich.





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