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Air France: Bis zu 4 Mrd. EUR Staatshilfe


Air France Boeing 777
Die EU-Kommission in Brüssel hat heute die Kapitalspritze des französischen Staats für die angeschlagene Air France genehmigt. 

Bis zu vier Milliarden Euro Staatshilfe hat die EU-Kommission für Air France heute abgesegnet. Im Gegenzug muss die Fluggesellschaft bis zu 18 Slots pro Tag am Pariser Flughafen Orly abgeben. Damit könnten Wettbewerber ihre Angebote dort ausbauen, erklärte EU-Kommissarin Margrethe Vestager. Das sichere "faire Preise" und "eine größere Auswahl für die europäischen Verbraucher".

Der französische Wirtschaftsminister Bruno Le Maire teilte mit, die EU habe damit auch grünes Licht für eine höhere Staatsbeteiligung gegeben. Der Anteil an der Holdinggesellschaft Air France-KLM kann demnach von derzeit 14,3 Prozent auf knapp 30 Prozent steigen. Dabei werden drei Milliarden Euro, die Air France im vergangenen Jahr als Darlehen vom Staat bekommen hat, nun in Eigenkapital der Holdinggesellschaft umgewandelt. Zudem kann bis zu eine weitere Milliarde Kapital über die Ausgabe neuer Aktien zugeführt werden.

Air France hatte 2020 einen Verlust von 7,1 Milliarden Euro gemacht. Im ersten Quartal 2021 häufte die Airline zusammen mit ihrem Partnerunternehmen KLM ein Minus von 1,3 Milliarden Euro an. Konzernchef Benjamin Smith erklärte, die staatliche Finanzhilfe aus Paris sorge für eine "größere Stabilität, um loszulegen, wenn der Aufschwung beginnt".

Gelockerte Regeln

Die niederländische Fluggesellschaft KLM werde "von der Beihilfe nicht profitieren", erklärte die Kommission. Laut niederländischer Regierung laufen hier separate Verhandlungen mit Brüssel über eine Kapitalhilfe. Die Dringlichkeit sei bei Air France größer gewesen als bei KLM, weshalb die Niederlande mehr Zeit hätten, erklärte Finanzminister Wopke Hoekstra. Die EU-Kommission hatte wegen der Corona-Krise die Regeln für Staatsbeihilfen im März vergangenen Jahres deutlich gelockert. Im Mai verschärfte sie allerdings die Bedingungen für den direkten Einstieg des Staates bei Firmen. Wie bei der Lufthansa gilt für Air France nun ein Verbot der Zahlung von Dividenden und Beschränkungen bei der Übernahme von Wettbewerbern.

Kritik von Billig-Airline

Auf Kritik stößt die staatliche Unterstützung beim irischen Billigflieger Ryanair. Er geht bereits rechtlich gegen die Lufthansa-Rettung und früherer Air-France-Hilfen vor sowie gegen ähnliche Unterstützungsaktionen in Spanien, den Niederlanden, Dänemark und Portugal. (APA/Red.)


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Autor/in:

Herausgeberin / Chefredakteurin

Elo Resch-Pilcik, Mitgründerin des Profi Reisen Verlags im Jahr 1992, kann sich selbst nach 24 Jahren Touristik - noch? - nicht auf eine einzelne Lieblingsdestination festlegen.





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