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Grüner Pass als Game Changer?


Foto: sutadimage / shutterstock.com
Die Forderung nach einem EU-weit gültigen Corona-Impfpass sorgt für das - im Lauf des vergangenen Jahres oft bemühte - „Licht am Ende des Tunnels“. 

Israel zeigt vor, wie eine Rückkehr zu einem weitgehend normalen Leben funktionieren kann. Mit einem Zertifikat, das Geimpfte, bereits Genesene oder auch frisch Geteste, vorweisen können, um zu belegen, dass sie das Corona-Virus nicht übertragen. Auf den Tag genau, nachdem in Österreich vor einem Jahr die ersten Corona-positiven Fälle bestätigt wurden, fordert Bundeskanzler Sebastian Kurz auf dem heute anstehenden, virtuellen EU-Gipfel einen EU-weiten Corona-Impfpass nach dem Vorbild Israels. Dieser Nachweis solle u.a. die Rückkehr der Reisefreiheit in Europa ermöglichen, ebenso wie den Besuch von Kultur- und Sportveranstaltungen, Restaurants oder Fitnessstudios.

VIE drängt auf rasche Einführung

Der Flughafen Wien unterstützt die Initiative von Kanzler Kurz, drängt allerdings auf rasche Umsetzung.

„Der Vorstoß von Bundeskanzler Kurz für einen europaweiten Impfpass nach dem Vorbild Israels ist eine wichtige Initiative, um sicherzustellen, dass Corona-freier Tourismus im Sommer 2021 wieder möglich wird. Sollte keine europaweit einheitliche Regelung zustande kommen, dann wäre auch eine 'Koalition der Willigen', also jener Länder in der EU, die das wie Österreich wollen, sinnvoll,“ erklärte Flughafen Wien-Vorstand Dr. Günther Ofner.

Wichtig sei jedoch, die Entscheidung jetzt zu treffen, nicht erst im April. „Denn dann geht sich das bis zum Sommer nicht mehr aus“, so Ofner weiter.

Problemlose Auslandsurlaube im Sommer

Auch im sehr vorsichtig agierenden Deutschland kommt Bewegung in den Restart der Reisebranche. Der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß, erwartet, dass die deutschen Bürger im Sommer relativ problemlos ins Ausland verreisen können. „Ich hoffe, dass bis Sommer die meisten Deutschen geimpft sind und auch ins Ausland verreisen können", sagte Bareiß der "Bild"-Zeitung (Donnerstagsausgabe). Er sehe keinen Grund, warum beispielsweise nicht auf Mittelmeerinseln gereist werden könne, wenn dort die Corona-Inzidenzwerte unter 35 lägen. Bareiß warnte davor, Reisen unnötig schwer zu machen: "Wir können die Menschen ja nicht dauerhaft zu Hause festhalten."

 

Auch Köstinger will digitalen Grünen Pass

Auch Tourismusministerin Elisabeth Köstinger spricht sich für die Einführung eines digitalen Grünen Passes aus. Das sei der richtige Ansatz, um trotz Corona-Krise größtmögliche Freiheit wieder zu erlangen und auch der Schlüssel, um das Tor für Reisen wieder zu öffnen, heißt es in einer Aussendung aus dem Ministerium. "Ich werde das auch am kommenden Montag beim Treffen der EU-Tourismusminister sehr intensiv mit meinen Kolleginnen und Kollegen aus den EU-Mitgliedsstaaten diskutieren", so Köstinger. 

Eine EU-weite einheitliche Lösung lieg mit Sicherheit im Interesse aller EU-Mitgliedsstaaten, betont Köstinger. Entscheidend sei, dass diese digitale Lösung rasch entwickelt werde, zum Einsatz komme und einfach in der Handhabung sei. 

Auch wenn für Köstinger die Stärkung des Incoming-Tourismus nach Österreich bei der Überlegung im Vordergrund steht, von einem Grünen Pass würde die ganze Reisebranche profitieren. Sommerferien am Mittelmeer rücken somit in realistische Nähe. (APA/red.)


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Autor/in:

Herausgeberin / Chefredakteurin

Elo Resch-Pilcik, Mitgründerin des Profi Reisen Verlags im Jahr 1992, kann sich selbst nach 24 Jahren Touristik - noch? - nicht auf eine einzelne Lieblingsdestination festlegen.





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