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Tennessee: National Museum of African American Music


(c) Tennessee Tourism
In der "Music City" Nashville hat das erste Museum für sämtliche afroamerikanische Musik der USA eröffnet.

Nach mehr als 20 Jahren Vorbereitung fiel das Band des National Museum of African American Music am Nationalfeiertag für den Bürgerrechtler, Pastor und Friedensnobelpreisträger Dr. Martin Luther King.

Mehr als 1.500 Exponate

The National Museum of African American Music feiert auf gut 900m² Ausstellungsfläche mehr als 50 Musikstile, die aus der afroamerikanischen Kultur entstanden oder unter deren Einfluss inspiriert worden sind. Mit Nashvilles Musikszene direkt verbunden und im Museum verewigt sind unter anderen The Fisk Jubilee Singers, Jimi Hendrix, Ray Charles und Little Richard. Zu den ganz Großen, die das Museum ebenso würdigt, zählen auch B.B. King, Usher, Louis Armstrong, Robert Johnson, Scott Joplin, Marian Anderson, Whitney Houston, Duke Ellington, Dr. Bobby Jones und viele mehr. Sieben Galerien beherbergen mehr als 1500 Exponate: von Erinnerungsstücken vieler Bands und Sängerinnen bis zu bunten Bühnenkostümen. Modernste Ausstellungstechnik lässt erfahren, wie untrennbar die Musik „der Schwarzen“ in den USA mit ihrem Kampf um Gleichberechtigung verwoben ist. Der Einführungsfilm im Kino und Konzertsaal des Museums führt ihr Erbe bis in die Zeit der Sklaverei und in afrikanische Kulturen zurück. 

„All unsere Musik in Tennessee hat tiefe afroamerikanische Wurzeln, aus der ganzen Welt werden nun Menschen kommen und sehen, welch wichtige Rolle schwarze Musik spielt“, so Tennessees Gouverneur Bill Lee anlässlich der Eröffnung.

Würdigung der afroamerikanischen Einflüsse

Planungen für das Museum gehen auf das Jahr 1998 zurück, als die Industrie- und Handelskammer von Nashville, angeführt von Francis Guess und Dr. T.B. Boyd, befand, nun sei es an der Zeit, die enormen afroamerikanischen Beiträge zur Musik und Kultur überhaupt zu würdigen. Ein geschäftlicher Grund spielte mit hinein, nämlich auch afroamerikanische Touristen und Kongressbesucher zu überzeugen, dass sich Nashville tatsächlich „Music City“ nennen darf – ist doch die Hauptstadt des Staates Tennessee bislang vor allem als das Mekka der Country Music bekannt. Ein Trägerverein, der sich in Anlehnung an die Bürgerrechtsbewegung „The Movement“ nennt, hat die Mittel für den Museumsbau von Privatleuten und Unternehmen eingesammelt. Aus einer örtlichen Initiative wurde eine landesweite Bewegung. Zu den Sponsoren aus der Wirtschaft zählen unter anderen die Sony Music Group, T-Mobile, Amazon, Nashvilles Flughafen BNA und die Fluggesellschaft Southwest Airlines. Auch die Stadt Nashville und das Verkehrsbüro der Stadt unterstützen das Museum.

Viel Kultur in Tennessee

Das Museum ist Teil des neuen Einzelhandels-, Restaurant- und Unterhaltungskomplexes „Fifth + Broadway“ im Herzen der Stadt direkt an der Musikmeile Lower Broadway mit ihren Live-Clubs. Tennessee ist die Heimat weiterer Museen, die Teile der afroamerikanischen Musik beleuchten, darunter das STAX Museum of American Soul Music, die Blues Hall of Fame und das Rock ‘n‘ Soul Museum in Memphis sowie das Tina Turner Museum in Brownsville. In Nashville ergänzt das neue Museum eine ganze Reihe von hochkarätigen Attraktionen amerikanischer Musik, darunter die Country Music Hall of Fame & Museum mit dem RCA Studio B, die Grand Ole Opry, das Ryman Auditorium und die Musicians Hall of Fame & Museum. Während der ersten zwei Wochen haben die vielen Förderer des Trägervereins das National Museum of African American Music für sich.

Ab dem 30. Januar steht es dann auch allgemeinem Publikum offen. Erwachsene zahlen 24,95 Dollar regulären Eintritt, Jugendliche 13,50 Dollar. Wer sich als Student, Lehrer oder Rentner ausweist, zahlt 18,75 Dollar. Alle 90 Minuten von 11.00 bis 16.00 Uhr gibt es Führungen. (red)


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Sandra Zurek

Autor/in:

Nach 10 Jahren ist Sandra Zurek zum Profi Reisen Verlag zurückgekehrt und zeichnet aktuell neben Vermarktung und Medienkooperationen auch für Redaktion verantwortlich.





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