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ÖGB: vida sieht Handlungsbedarf
Die österreichische Verkehrs- und Dienstleistungsgewerkschaft vida fordert Maßnahmen zur Rettung von Unternehmen und Arbeitsplätzen im Tourismus.
Vielen Unternehmen, die ihre Mitarbeiter gekündigt oder in Kurzarbeit geschickt haben, hätten vor allem die politisch getroffenen Maßnahmen zur Eindämmung des Virus das Genick gebrochen, so heißt es.
„Wir erkennen an, dass der Gesundheitsschutz der Bevölkerung wichtig ist. Aber derzeit geht er zu Lasten der Beschäftigten und der Betriebe im Tourismus. Die Insolvenzen steigen, Arbeitsplätze drohen langfristig vernichtet zu werden“, ist Berend Tusch, Vorsitzender des Fachbereichs Tourismus in der Gewerkschaft vida, überzeugt.
Seiner Ansicht nach braucht es zur Rettung von Unternehmen und Arbeitsplätzen rasch ein gezieltes Rettungspaket, eine zentrale Maßnahme sei der Ausgleich zwischen Krisengewinnern und hart getroffenen Betrieben.
„Dieser Ausgleich kann über eine Branchenstiftung erfolgen“, schlägt vida-Vorsitzender Roman Hebenstreit vor.
Als weitere Hebel zur Abfederung von Saison- und Krisenschwankungen fordert die Gewerkschaft Investitionen in Aus- und Weiterbildung von Fachkräften in Schulungshotels sowie eine Tourismuskasse nach dem Vorbild jener in der Baubranche: Eine solche Kasse würde durch regelmäßige Einzahlungen ermöglichen, dass beispielsweise bei einem Jobwechsel zwischen Saisonspitzen zum nächsten Arbeitgeber etwa Urlaubsansprüche nicht verfallen würden, sondern mitgenommen werden könnten. Beide Gewerkschafter sind sich jedenfalls darüber einig, dass die Ausbezahlung der zugesagten Unterstützung seitens der Regierung schon viel zu lange auf sich warten lässt. Für viele Unternehmen tickt bekanntlich die Uhr. (red)
Autor/in:
Sandra Zurek
Managing Director
Nach 10 Jahren ist Sandra Zurek zum Profi Reisen Verlag zurückgekehrt und zeichnet aktuell neben Vermarktung und Medienkooperationen auch für Redaktion verantwortlich.
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20 März 2026
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