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Mallorca legt Ballermann trocken


Partyzone Magaluf auf Mallorca - Foto: zixia / shutterstock.com
Die Partys Hunderter Touristen ohne Schutzmaske und Sicherheitsabstand haben auf Mallorca ein einschneidendes Nachspiel: Erstmals werden mitten im Sommer alle Vergnügungslokale im Herzstück des vor allem von deutschen Touristen gern besuchten „Ballermanns" an der Playa de Palma zwangsgeschlossen.

Die berühmt-berüchtigten "Bier-" und "Schinkenstraße" werden ab sofort und vorerst für zwei sommerliche Monate trockengelegt. Auch die Sündenmeile Punta Ballena in der Briten-Hochburg Magaluf westlich von Palma sei von den Zwangsschließungen betroffen, teilte die Regionalregierung am Mittwoch mit.

Deutsche und Briten hatten am Wochenende für "Chaos" gesorgt, wie die Inselzeitung "Última Hora" titelte. Angetrunkene Männer und Frauen ohne Mund-Nasen-Masken hatten unter anderem im dichten Gedränge afrikanische Straßenhändler umarmt, geflirtet, gegrölt - und, wie zahlreiche Videos zeigten, sich nicht im mindesten um die Corona-Regeln geschert. Die Empörung war groß. Nicht nur auf Mallorca und in Spanien, sondern auch in Deutschland. So sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) zum wilden Treiben auf Mallorca: „Wir müssen sehr aufpassen, dass der Ballermann nicht ein zweites Ischgl wird."

"Asoziale Touristen" unerwünscht

Der balearische Tourismusminister Iago Negueruela hatte bei der Bekanntgabe der Maßnahmen jetzt eine klare Botschaft parat: "Wir wollen diese asozialen Touristen hier nicht haben. Sie sollen nicht kommen", so der Politiker. Man dürfe nicht zulassen, "dass einige wenige dem Image der Inseln Schaden zufügen" und die Erfolge der Balearen im Kampf gegen die Pandemie aufs Spiel setzten.

Negueruela warnte, man werde nicht zögern, die Maßnahmen wenn nötig auch auf andere Gebiete der Insel auszuweiten. „Die Gesundheit geht vor. Und ohne Gesundheit gibt es auch keine Wirtschaft." 200.000 Arbeitsplätze stünden auf dem Spiel. Je nach Entwicklung sei eine Verlängerung und auch eine Verkürzung der Zwangsschließungen denkbar. Kritisiert wurden nicht nur die Gäste, sondern auch Lokalbesitzer, die nicht für Ordnung sorgten. (APA/red)


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Dieter Putz

Autor/in:

Redakteur / Managing Editor

Dieter ist seit knapp 20 Jahren wichtiger Teil des Profi Reisen Verlags-Teams. Fast jedes geschriebene Wort das die Redaktion verlässt, geht über seinen Schreibtisch.





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