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Österreichisches Umweltzeichen: Ausgezeichnete Hotels im Vorteil


30 Jahre Umweltzeichen-Logo
Seit 30 Jahren steht das Österreichische Umweltzeichen für eine konsequente Orientierung an Umweltschutz und Nachhaltigkeit. Umweltzeichen-Hotels können speziell in der Krise mit diesen Werten punkten.

In diesem Jahr feiert das Österreichische Umweltzeichen sein 30-jähriges Jubiläum. Es gilt als das wichtigste umfassend staatlich geprüfte Umweltsiegel in Österreich und wird in den Kategorien Produkte, Tourismus, Bildung und Green Meetings & Events vergeben. In der Kategorie Tourismus stehen Verantwortung für Gäste und Mitarbeiter sowie Umwelt- und Sozialverträglichkeit im Mittelpunkt der Zertifizierung. Das Gros der mehr als 400 zertifizierten Tourismusbetriebe sind Hotels, darunter viele familiengeführte Häuser, aber auch Gastronomie- und Cateringunternehmen, Privatpensionen, Campingplätze und Schutzhütten tragen das Umweltzeichen. Müllreduktion, effizienter Energieeinsatz, schonende Reinigungsmittel, reduzierter Wasserverbrauch, bedachter Umgang mit Lebensmitteln und regionale Einkäufe sind Teile des bewährten Umweltkonzepts. „Unsere Betriebe scheinen es besser durch die Krise zu schaffen“, bemerkt hierzu Dr. Regina Preslmair, zuständig für das Österreichische Umweltzeichen im Bundesministerium für Klimaschutz (BMK), „viele von ihnen arbeiten mit anderen umweltzertifizierten Unternehmen zusammen.“

Green Hotels punkten

Dass sich wirtschaftlicher Erfolg und umweltfreundliche Betriebsführung nicht ausschließen, können die grünen Hoteliers bestätigen, die sich für den Weg der Nachhaltigkeit entschieden haben. Acht der Austria Trend Hotels der Verkehrsbüro Group tragen das Umweltzeichen. „Umweltschutz wird zukünftig auch die Buchungsentscheidung weitaus mehr beeinflussen“, ist sich Michael Kröger, Geschäftsführer Verkehrsbüro Hotellerie GmbH – Bassena & Austria Trend Hotels, bewusst. Zertifiziert ist auch das Vila Vita Pannonia inmitten des Nationalparks Neusiedler See – Seewinkel, wo Nachhaltigkeit seit vielen Jahren gelebt wird. Unter anderem werden die Kunden zur Anreise mit dem Zug ermuntert und mit gratis Fahrrädern und mietbaren E-Bikes zu CO2-schonender Mobilität angeregt. „Beim Bau unserer neuen Seeresidenzen, die im August 2020 eröffnen, haben wir besonders auf natürliche Materialien gesetzt und zum Beispiel statt Klimaanlagen Luft-Wärmepumpen eingebaut“, erklärt Sales- und Marketing-Managerin Marion Hutter. Zusätzlich soll der neue Ökopark „Pannonia Hills“ zur Verbesserung der Klimabilanz beitragen.

Möglicher Richtungswechsel

Zu den Vorzeigebetrieben zählen die fünf familiengeführten Schick Hotels in Wien, die das Umweltzeichen tragen. „In allen Hotels ist es uns zum Beispiel gelungen, die Verschwendung von Lebensmitteln in großem Maß zu reduzieren“, nennt Direktor Peter Buocz nur eine der vielen positiven Auswirkungen der Zertifizierung. Zur aktuellen Krisensituation meint der Hoteldirektor, der sich auch politisch für die Umsetzung grüner Ziele in Österreich einsetzt: „Corona hat uns im Aufkommen rund 20 Jahre zurückgesetzt – jetzt haben wir die Chance, das zu nützen und den Tourismus in eine andere, nachhaltigere Richtung zu lenken.“ Auch der Stellenwert des Tourismus hat seiner Meinung nach zugenommen: „Die Menschen haben nun mitbekommen, wie wichtig Tourismus ist und wie viele andere Branchen davon abhängen, vom Steuerberater bis zur Wäscherei.“

Rückschläge als Herausforderung

Wie einige Umweltzeichen-Hoteliers zu bedenken geben, führen Maskenpflicht und Abstandsregeln derzeit dazu, dass umweltschonende Verkehrsmittel wie etwa Bahn oder Bus gemieden werden und die Gäste stattdessen verstärkt mit dem PKW anreisen. „Viele Aspekte der sogenannten neuen Normalität sind nicht nachhaltig“, gibt Marion Hutter vom Vila Vita Pannonia zu bedenken. Das betrifft die An- und Abreise ebenso wie die verstärkten Hygiene-Anforderungen. So etwa könnten sich bald wieder Mini-Packungen von Butter, Marmelade und Co auf den Frühstückstischen finden und damit der Kampf gegen den Plastikmüll wieder von Neuem beginnen.

Nähere Informationen unter: www.umweltzeichen.at (red) 


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Foto: Susanna Hagen

Autor/in:

Freie Journalistin

Susanna lebt den Tourismus und war über lange Jahre Mitglied im fixen Redaktionsteam vom Profi Reisen Verlag. Nach einem mehrjährigen Intermezzo im Waldviertel arbeitet sie nun wieder in Wien. Sie betreibt das Medien-Netzwerk respontour mit dem Fokus auf Nachhaltigkeit und Verantwortung im Tourismus. Wenn es um die Destinationen Afrika und Indischer Ozean oder den MICE-Bereich geht, ist sie immer wieder für tip, tma und reisetipps unterwegs.





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