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Fly Egypt arbeitet an schneller Rückkehr nach Deutschland


Fly Egypt Boeing 737-800
Nachdem das Deutsche Luftfahrt Bundesamt (LBA) Fly Egypt und Air Cairo vorübergehend die Landerechte entzogen hat, arbeiten die ägyptischen Fluglinien an einer raschen Beseitigung des Konflikts. 

Hintergrund für die Entziehung der Flugberechtigung dürfte, so ist von Veranstalterseite zu erfahren, eine Kontroverse um das Catering sein. 2015 hat das LBA verfügt, dass ägyptische Fluglinien auf Strecken nach Deutschland kein Catering laden dürfen. Passagiere erhalten in Ägypten Gutscheine, die sie am Flughafen gegen Snacks und Getränke eintauschen können. Diese Regelung gilt jedoch nicht für deutsche Airlines, die ihr Catering für den Rückflug aus Deutschland mitführen können. Die beiden ägyptischen Carrier hatten ihr Catering wiederholt an anderen Flughäfen geladen, als vom LBA vorgeschrieben war. Die Entscheidung wurde nach dem Absturz einer russischen Passagiermaschine vor drei Jahren kurz nach dem Start auf der Sinai-Halbinsel gefällt, da angenommen wurde, dass mit dem Catering eine Bombe an Bord geschmuggelt wurde. In Österreich gab und gibt es keine derartige Regelung.

TUI bucht um

ETI weist darauf hin, dass die Flüge mit den Partnern Air Cairo und Egpyt Air nach Hurghada, Sharm El Sheikh und Marsa Alam ab Wien, Linz, Graz und Salzburg wie geplant durchgeführt werden. Bisher hat als einziger Veranstalter die TUI Deutschland Konsequenzen gezogen, die auch Österreich betreffen.

„Unsere österreichischen Kunden, die ab sofort bis zum Ende der Wintersaison einen Flug mit Fly Egypt oder Air Cairo gebucht haben, werden aktiv von ihrem Reisebüro kontaktiert und unter Voraussetzung von Verfügbarkeiten auf andere Flüge umgebucht. Sollte keine passende Flug-Alternative gefunden werden, haben die Gäste die Möglichkeit, ihre Reise gebührenfrei auf ein anderes Reiseziel oder einen anderen Reisezeitraum umzubuchen oder zu stornieren“, verlautet die Pressestelle der TUI Österreich.

Bei TUI Österreich sind bis Ende der Wintersaison derzeit rd. 1.500 Passagiere von den Umbuchungen betroffen. Oberste Priorität habe die Sicherheit der Gäste, heißt es. Derweil ist Fly Egypt bemüht, die Auflagen der LBA zur erfüllen.

„Wir nehmen die Vorwürfe des LBA sehr ernst und haben bereits Maßnahmen gesetzt, um die Anforderungen an unsere Catering-Logistik zu erfüllen“, heißt es in einer Aussendung von Fly Egpyt.

Fly Egypt streicht hervor, dass ihre Flotte aus modernen B737-800 Next Generation bestehe, „höchste Sicherheitsstandards erfülle und nicht Gegenstand der derzeitigen Untersuchung des LBA“ sei. (red.)


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Dieter Putz

Autor/in:

Redakteur / Managing Editor

Dieter ist seit knapp 20 Jahren wichtiger Teil des Profi Reisen Verlags-Teams. Fast jedes geschriebene Wort das die Redaktion verlässt, geht über seinen Schreibtisch.






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