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Bentour: „Türkei-Krise ist überwunden“


Noch ist die Türkei von der Rekordmarke bei Einreisen in früheren Jahren ein Stück entfernt. Doch es geht deutlich bergauf.

Deniz Ugur, Geschäftsführer Bentour Reisen


Richtig rund lief es für die Türkei auch 2017 noch nicht. Doch der Trend geht eindeutig in Richtung Zuwächse bei den Einreisen, auch aus den – bisher zögerlichen – deutschsprachigen Märkten. Britische und belgische Urlauber hatten sich von den Krisenjahren nicht abschrecken lassen. Auch russische Reisende sind 2017 zurückgekehrt. So konnte die Türkei im Vorjahr immerhin 10,4 Mio. Einreisen verzeichnen, was von den besten Jahren mit 12 Mio. nicht mehr so weit entfernt ist.

Die deutschsprachigen Gäste stellten allerdings nur einen relativ kleinen Anteil von 2,3 Mio. gegenüber rund 5 Mio. in den besten Jahren.

Fixe Kontingente

In den Krisenjahren hat sich die Türkei breiter aufgestellt und neue Gästegruppen angesprochen. Die steigende Nachfrage dieser Quellmärkte verschärft nun den Wettlauf um die besten Betten. Um sich Kontingente in der Hochsaison zu sichern, zahlen Veranstalter Millionen-Beträge vorab.

„Wir haben 24 Mio. EUR für Zimmerreservierungen im Voraus bezahlt. Die Türkei ist im Sommer wieder sehr beliebt“, erklärt Bentour Reisen-Chef Deniz Ugur im Gespräch mit tip-online.

Bei Bentour sorgen die Buchungszahlen für Freude. Die Eingänge zwischen 1. November und 31. Jänner seien vergleichbar mit denen im Jahr 2013/14, so der Bentour-Chef.

„Wenn die Buchungseingänge auf dem Niveau von vor der Krise liegen, dann kann man durchaus von einem Ende der Krise sprechen“, ist Deniz Ugur optimistisch.

„Back to the roots“

Die angezogene Nachfrage hat Bentour dazu veranlasst, die „Early Booking“-Preise nicht zu verlängern. Die derzeitigen Preise liegen beim Schweizer Veranstalter um 20% über Vorjahr. „Das ist aber immer noch um rund 30% günstiger als vergleichbare Produkte etwa in Griechenland,“ so Ugur weiter. Er geht davon aus, dass es im kommenden Sommer eine Verknappung bei den günstigen Last Minute-Angeboten geben wird, da die Kapazität kleiner ist. In Österreich werde es auch davon abhängen, ob Lauda Motion in Schwung komme. Die veränderte Situation am Flugmarkt hat Bentour dazu veranlasst, wieder „back to the roots“ zu gehen und punktuelle Absicherungen bei den Flugkontingenten etwa von Sun Express und Edelweiß vorzunehmen. Drei, vier Jahre lang hatte Bentour keine Vollcharter durchgeführt, heuer ist es ab der Schweiz wieder soweit. Die Zeichen stehen also gut für die Türkei. (red.)


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Autor:

Herausgeberin / Chefredakteurin

Elo Resch-Pilcik, Mitgründerin des Profi Reisen Verlags im Jahr 1992, kann sich selbst nach 24 Jahren Touristik - noch? - nicht auf eine einzelne Lieblingsdestination festlegen.






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